Im Nordwesten Dänemarks erstreckt sich eine raue, weite Küstenlandschaft, in der sich Naturgewalt und Stille begegnen: Die Nordvestkysten. Hier, wo sich die Nordsee an breite Sandstrände und Dünen schmiegt und Leuchttürme über die Landschaft wachen, fühlt sich alles ein bisschen wilder, ein bisschen echter an. Die Nordvestkysten ist wie gemacht für alle, die Weite lieben, das Meer suchen und am liebsten draußen unterwegs sind – sei es beim Wandern, Surfen, Rad fahren oder einfach beim Innehalten. In diesem Blogartikel nehme ich dich mit auf meinen Roadtrip durch Nordjütland entlang der Nordvestkysten – zwischen Fischerdörfern, Naturparks und jeder Menge nordjütländischer Gelassenheit.

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Offenlegung: Dieser Artikel entstand im Rahmen einer bezahlten Kooperation mit der Region Nordvestkysten Dänemark. Die Beschreibung meiner Erlebnisse und das daraus resultierende Fazit, bleiben hiervon jedoch unberührt.

Anreise – Roadtrip an die Westküste Nordjütlands (Nordvestkysten)

Nachdem ich bereits die Region Vadehavskysten in Dänemark mit dem Camper bereist habe, hat es mich noch etwas weiter in den Nord(-westen) Dänemarks gezogen, genauer gesagt an die Westküste von Nordjütland. Der kürzeste Weg führt dabei über die Route 11 vorbei an Ringkøbing in Richtung Thorsminde. Natürlich ist die Region aber auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Am komfortabelsten ist es, wenn du bspw. von Hamburg aus den Zug nach Esbjerg nimmst und dort einen Zwischenstopp einlegst und dort übernachtest. Am nächsten Tag kannst du weiter mit Bus und Bahn in Richtung Thorsminde fahren und kommst erholt an deinem Ziel an.

Die Verfügbarkeit verschiedener Verkehrsmittel kannst du super leicht auf der Plattform Rome2Rio prüfen und deine Route, sowie die dafür anfallenden Kosten, super easy planen.

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Mietwagen & Mietcamper für deinen Dänemark-Urlaub

Am flexibelsten bist du mit eigenem Fahrzeug. Wer keinen eigenen PKW zur Verfügung hat, kann ganz einfach auf einen Mietwagen zurückgreifen. Aber Achtung: gerade bei dem stetig wachsenden Angebot aus Mietwagen kommt es zu teils erheblichen Preisunterschieden. Damit du nicht nur ein passendes, sondern auch ein kostengünstiges Fahrzeug für deinen Roadtrip durch Nordjütland findest, empfehlen wir dir die Vergleichsplattform Check24*.

Dänemark ist super camperfreundlich, weswegen ich campingaffinen Reisenden empfehle, diese wunderschöne Region mit dem Wohnmobil oder Van zu erkunden. Selbst, wenn du keinen passenden Camper vor der Türe stehen hast, ist das kein Problem. Schau doch mal bei der Camper-Sharing-Plattform Yescapa!

Karte zu meinem Nordjütland-Roadtrip

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Thorsminde – Start des Nordjütland-Roadtrips

Der kleine Ort Thorsminde sollte mein erster Stopp auf dem Roadtrip entlang der Nordwestküste (Nordvestkysten) von Dänemark werden. Er liegt auf einer schmalen Landzunge zwischen der Nordsee und dem Nissum Fjord und ist ein ruhiger Ort,  beinahe völlig umgeben von Wasser. Ich habe am Nachmittag keine spezifischen Pläne und ziehe ohne große Erwartungen los. Und bin am Ende völlig begeistert von der Stimmung von Thorsminde. Während meines Aufenthaltes ist der Wind kräftig und die Luft klar und salzig. Ich entscheide mich dazu, meinen Aufenthalt hier mit einer Strandwanderung mit Friedo zu beginnen. Links das weite Meer, rechts die Dünen. 

Mein Tipp: Es gibt einen Vogelbeobachtungsturm, der etwas abseits liegt und einen fantastischen Blick über die flache Fjordlandschaft bietet. Von dort aus konnte ich unzählige Wasservögel beobachten: Reiher, Gänse, Enten und sogar ein paar Greifvögel, die hoch über den Schilfgürteln kreisten.

Das Strandingsmuseum St. George in Thorsminde

Das Strandingsmuseum St. George ist ein kleines, aber unglaublich gut gemachtes Museum, das sich der Geschichte der Schiffsunglücke an der dänischen Westküste widmet. Besonders berührend ist die Geschichte der britischen Kriegsschiffe „St. George“ und „Defence“, die 1811 vor Thorsminde strandeten – über 1.300 Seeleute kamen dabei ums Leben. Das Museum erzählt diese Tragödie eindrucksvoll mit Fundstücken, persönlichen Gegenständen und interaktiven Ausstellungen.

Weitere Ausflugsziele & Aktivitäten in Thorsminde

  • Aktiver Fischereihafen mit Schleuse zum Nissum Fjord
  • Fischauktionen im „Gammel Havn“ (jeden Samstag im Sommer)
  • Ab aufs Wasser: Der Fjord ist perfekt für Wassersportarten wie Wind- und Kitesurfen oder SUP (an windstillen Tagen) geeignet.
  • Skavemosen: kleiner Badesee zwischen Pinien, sehr familienfreundlich!

Übernachten in Thorsminde – Roadtrip an der Westküste Nordjütlands

Ich habe auf dem Thorsminde-Campingplatz übernachtet. Er liegt super schön zwischen Nordsee und Fjord, sodass man morgens mit Meeresluft aufwacht und abends mit Möwenrufen einschläft. Der Platz hat moderne Sanitäreinrichtungen, einen kleinen Pool und (Hundebesitzer aufgepasst!) sogar einen eingezäunten Agility-Parcours für Hunde. Friedo hat es geliebt! 

Persönlicher Tipp: Direkt am Campingplatz gibt es die Möglichkeit, Kitekurse bei der lokalen Kiteschule zu buchen. Mir hat es in den Fingern gejuckt, da Thorsminde durch den Fjord perfekte Bedingungen zum Lernen bietet. 

Weitere empfehlenswerte Unterkünfte: 

Fotografieren an der Wolfswarte

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Reisen bedeutet Erleben. Erleben bedeutet Erinnerungen kreieren. Unsere Reiseerlebnisse halten wir am Liebsten mit unseren Kameras fest. Welche Fotoausrüstung bei uns immer mit dabei ist, haben wir hier für euch zusammengefasst!

Bovbjerg Fyr – Ein Leuchtturm, der mehr als nur den Weg weist

Mein Roadtrip durch Dänemarks Nordjütland führt mich weiter gen Norden. Mein nächster Halt: Bovbjerg Fyr – einem knallroten Leuchtturm, der eindrucksvoll auf den Steilklippen vor der Nordsee thront. Schon aus der Ferne sticht er hervor – aber was mich dort wirklich bewegt hat, war nicht nur die spektakuläre Aussicht, sondern vor allem die Herzlichkeit der Menschen, die diesen Ort mit so viel Leben und Liebe füllen.

Die besondere Geschichte des Bovbjerg Fyr 

Der Leuchtturm wurde 1877 erbaut, um Schiffe vor der berüchtigten „Eisenküste“ zu warnen – einem besonders gefährlichen Abschnitt der dänischen Nordseeküste. Hier sind in früheren Zeiten unzählige Schiffe gesunken, teils ganze Konvois, die in heftigen Stürmen an den flachen Sandbänken und der felsigen Küste zerschellten. Die Region war gefürchtet – und Bovbjerg Fyr wurde zum rettenden Licht in der Dunkelheit.

Als der letzte Leuchtturmwärter 2003 den Turm verließ, drohte auch dieses Licht zu verlöschen. Doch dann begann etwas ganz Besonderes: Eine kleine Gruppe engagierter Frauen setzte sich mit aller Kraft für den Erhalt des Turms ein. Die Kommune kaufte ihn schließlich für eine symbolische Krone und übergab ihn an eine Stiftung. Heute wird der Leuchtturm von über 130 Ehrenamtlichen getragen – und genau das spürt man bei jedem Schritt.

Warum den Bovbjerg Fyr besuchen?

Ich merkte sofort: Die Menschen dort leben dieses Projekt. Mit jeder Geschichte, die sie mir erzählten – über die Restaurierung, über Ausstellungen, den Cafébetrieb oder Besucher:innen aus aller Welt – wurde mir direkt klar, wie viel Herzblut und Gemeinschaftsgefühl hier drinsteckt

Du kannst die knapp 100 Stufen zur Spitze des Turms steigen und den atemberaubenden Ausblick genießen: das wilde Meer auf der einen, die dramatische Steilküste auf der anderen Seite. In den alten Wärterhäusern gibt es ein kleines Café und wechselnde Kunstausstellungen – liebevoll gestaltet und offen für alle. Bovbjerg Fyr ist viel mehr als ein Leuchtturm. Er ist ein Symbol dafür, was Menschen bewegen können, wenn sie zusammenhalten.

Übernachten in Bovbjerg – Roadtrip durch Nordjütland

Campingplatz in Bovbjerg

Für die Nacht habe ich mich auf dem Campingplatz in Bovbjerg einquartiert, nur wenige Minuten vom Leuchtturm entfernt. Der Platz ist liebevoll geführt, mit allem, was man braucht – und einem kleinen Extra, das ich so nicht erwartet hatte: einer mobilen Sauna direkt am Platz.

Die mobile Sauna auf dem Campingplatz in Bovbjerg ist eine sehr hübsche, gemütliche Sauna. Durch das kleine Fenster kannst du beim Schwitzen sogar den Himmel beobachten. Am besten in den Abendstunden, dann findest du zwischen den Saunagängen in der frischen, salzigen Abendluft eine angenehme Abkühlung.

Zum Abschluss des Tages wurde ich dann noch mit einem unglaublichen Sonnenuntergang belohnt. Die Sonne tauchte langsam hinter die Wellen der Nordsee, der Himmel färbte sich in leuchtendem Orange, Rosa und Violett – und ich saß einfach nur da, warm eingepackt, mit einem Tee in der Hand, und war komplett im Moment. So muss ein Reisetag enden.

Weitere Unterkünfte in bzw. um Bovbjerg

Klitmøller – Roadtrip an der Nordvestkysten von Nordjütland

Immer weiter geht es Richtung Norden auf dem Roadtrip entlang der Nordvestkysten. Mein Ziel: Klitmøller, besser bekannt als Cold Hawaii. Schon seit Beginn meiner Reise hatte ich mich auf diesen Ort besonders gefreut. Für mich war klar: Das hier würde das Highlight meines Nordjütland-Roadtrips werden. Ein Ort, der unter Surfern längst Kultstatus hat – rau, windig, voller Energie und gleichzeitig total entspannt. Und genau diese Mischung wollte ich jetzt endlich selbst erleben.

Cold Hawaii – Roadtrip durch Nordjütland

Warum Klitmøller den Spitznamen Cold Hawaii trägt? Der Wind weht hier fast immer, das Rauschen der Wellen ist allgegenwärtig – und in der Luft liegt ein Mix aus Salz, Sand und Freiheit. Cold Hawaii ist kein überlaufener Touristenhotspot, sondern ein Ort mit Charakter, mit Ecken, Kanten und echtem Surfgeist.

Früher war Klitmøller ein einfaches Fischerdorf – heute ist es das Surf-Mekka Dänemarks, mit über 30 offiziellen Surfspots entlang der Küste. Hier trifft sich die Surf-Community des Nordens – und alle sind ziemlich leidenschaftlich, wenn es um Wind, Wellen und Bretter geht. Selbst wenn man nicht selbst aufs Board steigt, ist es ein Erlebnis, den Surfer:innen zuzusehen – wie sie scheinbar mühelos durch die Wellen gleiten.

Ich habe es geliebt, einfach am Wasser zu sitzen, den Blick aufs wilde Meer zu richten und diesen besonderen Vibe aufzusaugen. Cold Hawaii ist mehr als ein Ort für Wassersport – es ist ein Gefühl. Ein Gefühl von Weite, von Bewegung, von Leben im Rhythmus der Elemente. Und ganz ehrlich: Ich kann absolut verstehen, warum so viele Menschen hierherkommen – und bleiben.

Surfen in Klitmøller in Nordjütland

Ein ganz besonderes Highlight in Klitmøller war meine Surfsession zum Sonnenuntergang – gemeinsam mit Erik vom Viking Surf House. Ich hatte mich spontan entschieden, nochmal aufs Wasser zu gehen, und es war definitiv die beste Entscheidung des Tages. Erik ist nicht nur ein leidenschaftlicher Surfer, sondern auch ein richtig entspannter, aufmerksamer Lehrer. Schon beim Warm-up am Strand hat er mir mit ein paar gezielten Tipps weitergeholfen, und im Wasser war er immer in der Nähe, motivierend, locker und super klar in seiner Anleitung.

Die Bedingungen hätten kaum besser sein können: In Hanstholm, an Dänemarks rauer Nordseeküste, erwischte ich genau den richtigen Moment. Nach mehreren windigen Tagen hatte sich ein satter Swell aufgebaut, der sich nun in kraftvolle, aber geordnete Wellen entlud. Die vorgelagerte Metallbuhne, die wie ein rostiger Finger ins Meer ragt, bot einen perfekten Channel – ideal, um ohne viel Paddelstress nach draußen zu kommen.

Zwar rollten die Sets nicht ganz so regelmäßig ein, wie man es vielleicht aus Nordspanien oder Portugal kennt, doch die Qualität war überraschend gut. Zwischen all dem nordischen Chaos fanden sich immer wieder cleane Longboardwellen, butterweich und mit genügend Wand, um entspannt entlangzugleiten. Mit meinem 9′2′′-Longboard hatte ich richtig Spaß – trotz der wilden Action-Session – ein echtes Flow-Erlebnis. Die goldene Abendsonne, der Himmel in warmen Orangetönen und das Gefühl, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, machten diesen Surfspot zu einem ganz besonderen Moment auf dem Wasser.

Als wir später mit salzigen Haaren und breitem Grinsen wieder am Parkplatz standen, wusste ich: Das war einer dieser Momente, die man nicht plant, aber nie wieder vergisst. Danke Erik, für diese Session! Wer in Klitmøller surfen will, ist beim Viking Surf House in richtig guten Händen.

Übernachten in Klitmøller 

Ich habe mit meinem Van auf dem Nystrup Campingplatz übernachtet, welchen ich sehr empfehlen kann. In und um Klitmøller gibt es aber grundsätzlich viele schöne Möglichkeiten, zu übernachten – von Ferienhäusern über kleine Pensionen bis hin zu stylischen Surfhostels.

Eine kleine Auswahl schöner Hotels in Klitmøller:

Nystrup Campingplatz

Der Platz liegt nur einen kurzen Spaziergang vom Strand entfernt, mitten im Grünen, und trotzdem spürt man hier den typischen Cold-Hawaii-Vibe an jeder Ecke. Zwischen Campingbussen, Boards & Hängematten fühlt man sich sofort angekommen. Die Atmosphäre ist locker, freundlich und genau so, wie man es sich von einem Ort wünscht, an dem sich Surfer treffen. Es gibt sogar einen kleinen Cafébereich und Grillplätze. Abends saßen einige Leute mit Decken vor ihren Vans, andere spielten Gitarre oder bereiteten ihre Ausrüstung für den nächsten Tag auf dem Wasser vor.

Nationalpark Thy – Roadtrip an der Westküste Nordjütlands

Der Nationalpark Thy war der erste Nationalpark Dänemarks – und ist ein echtes Naturjuwel an der rauen Nordseeküste von Nordjütland. Er erstreckt sich auf über 240 Quadratkilometern zwischen Agger Tange und Hanstholm und umfasst eine Vielfalt an Landschaften: dünenbedeckte Küsten, Heidelandschaften, Kiefernwälder und zahlreiche Seen. Hier konnte sich die Natur über Jahrzehnte weitgehend ungestört entfalten, wodurch eine schier riesige Vielfalt von Arten, darunter auch seltene Vögel und sogar Fischotter, Heimat finden konnte. 

Auf meinem Roadtrip durch den Nationalpark war es angenehm warm, fast schon sommerlich. Also habe ich die Gelegenheit genutzt und bin mit Friedo zu zwei der schönsten Seen im Nationalpark gefahren: Nors Sø und Vandet Sø. Beide liegen nicht weit von Klitmøller entfernt und sind leicht erreichbar.

Persönlicher Tipp: Wir haben eine Runde durch die schattigen Kiefernwälder gemacht, sind über weiche, sandige Pfade gelaufen und sind schließlich direkt ans Wasser gekommen.

  • Nutze dafür am besten folgenden Parkplatz als Ausgangspunkt für eine kleine Wanderung entlang des Nors Sø: Parkplatz

Die Bunkeranlagen von Dänemarks Nordvestkysten

In der Umgebung von Klitmøller, Hanstholm und Agger stößt man regelmäßig auf etwas, das das Bild der sonst so unberührten Natur etwas zu stören scheint: graue Betonriesen, halb versunken im Sand, überwuchert von Gras oder wie zufällig in die Dünenlandschaft geworfen. Es sind die Überreste des Atlantikwalls – einer gigantischen deutschen Verteidigungslinie aus dem Zweiten Weltkrieg, die sich von Norwegen bis zur französischen Atlantikküste zog. Noch heute liegen hier noch Hunderte Bunker: Manche sind frei zugänglich, andere gesperrt oder als kleine Ausstellungsorte aufbereitet. 

Wer sich für Geschichte interessiert oder einfach auch offen durch die Gegend streift, wird hier viel finden. Diese Bunker sind ganz klar keine typischen Sehenswürdigkeiten, sondern Teil der Landschaft wie auch Teil der Vergangenheit. Vielleicht, oder sehr wahrscheinlich, sind sie gerade deshalb so eindrücklich.

Weiterführender Tipp: In Hanstholm befindet sich das Bunkermuseum Hanstholm, das einen tiefen Einblick in die Geschichte der deutschen Besatzung und das Leben in und rund um die Bunkeranlagen bietet.

Fosdalen – Zwischenstopp auf dem Roadtrip durch Nordjütland

Bevor mein Roadtrip durch Nordjütland für mich weiter nach Blokhus führt, habe ich noch einen sehr lohnenswerten Zwischenstopp im Fosdalen eingelegt. Dieses kleine Tal mitten in der hügeligen Landschaft von Nordjütland wirkt fast wie ein verstecktes Naturwunder – saftig grün, mit alten Bäumen, kleinen Quellen und einem angenehm kühlen Schatten unter dem Blätterdach.

Ich habe den Moment genutzt, um mit Friedo eine Runde spazieren zu gehen. Die Wege schlängeln sich sanft durch das Tal, vorbei an plätschernden Bächen und moosbedeckten Hängen – ein richtiger Kontrast zur offenen Küstenlandschaft, die uns die Tage zuvor begleitet hatte.

Schöne Aktivitäten und Wanderungen im Fosdalen:

Auf dem Weg haben Friedo und ich einen kurzen Zwischenstopp im Fosdalen eingelegt – eine kleine, aber wunderschöne Schlucht mit dichtem, kühlem Wald. Die Parksituation dort war überraschend entspannt: Wir konnten direkt am Rand des Naturgebiets parken, ohne Stress oder Gedränge. Vom Parkplatz aus habe ich die erste Möglichkeit genommen und bin direkt in den kühlen Wald abgebogen. 

Vom ersten Schritt an war es, als ob man in eine andere Welt eintaucht – friedlich, schattig und angenehm kühl, besonders nach der offenen dänischen Küstenlandschaft. Der kleine Wanderpfad schlängelte sich durch üppiges Grün, begleitet vom leisen Plätschern eines Bachs. Friedo war natürlich begeistert, schnupperte überall herum und lief voraus, als würde er den Weg schon kennen.

Es war nur ein kurzer Abstecher, aber genau das Richtige, um ein bisschen durchzuatmen – einfach Natur pur.

Blokhus auf dem Nordjütland Roadtrip

Nach den wilden Wellen von Klitmøller führt mich mein Roadtrip durch Nordjütland nun weiter nach Nordosten, genauer gesagt nach Blokhus. Der süße Küstenort liegt an der Jammerbucht und ist bekannt für seinen breiten, feinen Sandstrand, den man mit dem Auto befahren darf, seine familienfreundliche Atmosphäre und die typisch dänische Mischung aus Natur, Gelassenheit und Küstenkultur. Perfekt für ein paar Tage zum Durchatmen.

Autostrand Blokhus 

Auch in Blokhus gibt es einen Autostrand. Blokhus Strand ist etwa 100 m breit und zählt tatsächlich zu den schönsten Stränden Nordeuropas. Das Besondere: Zwischen Rødhus und Løkken ist er sogar für Fahrzeuge freigegeben. Ich habe den Sonnenuntergang am Strand vom Van aus genossen. Das Licht war weich, der Wind hatte nachgelassen, und es lag eine besondere Ruhe über dem Strand. 

Gut zu wissen: Auch in Blokhus Strand sind Hunde, die an der Leine geführt werden, willkommen!

Weitere Aktivitäten & Ausflugsziele in Blokhus: 

Blokhus hat uns mit seinem wunderschönen, breiten Sandstrand sofort begeistert. Der Strand eignet sich nicht nur perfekt zum Baden, sondern ist auch ideal für Stand-up-Paddling geeignet – das ruhige Wasser und der weite Horizont schaffen die perfekte Kulisse dafür. Die Atmosphäre war entspannt und typisch dänisch: offene Dünenlandschaft, weiße Badehäuschen und der Wind vom Meer.

Leider hat diesmal die Zeit nicht gereicht, um all die anderen spannenden Aktivitäten zu entdecken, die Blokhus zu bieten hat – vom Skulpturenpark über den Dünenwald „Gateway Blokhus“ bis hin zum Fårup Sommerland, das als Freizeitpark besonders verlockend klang. Beim nächsten Besuch möchte ich mir diese Highlights auf jeden Fall näher anschauen – es lohnt sich ganz sicher, mehr Zeit einzuplanen.

Übernachten in Blokhus in Nordvestkysten

Kurz vor Sonnenuntergang bin ich mit Friedo weitergefahren zum Rødhus Klit Camping, einem ruhig gelegenen Campingplatz mitten in der Natur – umgeben von Dünenheide, Wald und Sandwegen, weit weg vom Trubel. Der Platz liegt so, dass man direkt in die Landschaft eintauchen kann. Hundebesitzer aufgepasst: Auch hier gibt es einen süßen Hundeparkour, auf dem Friedo sich nochmal richtig austoben konnte. 

Persönlicher Tipp: Ich empfehle insbesondere einen Abendspaziergang: auf in die Dünen zum schönen goldgelben Licht. (Ich denke, die Bilder sprechen für sich ;)).

Weitere empfehlenswerte Unterkünfte in Blokhus: 

Essen in Blokhus 

Blokhus hat kulinarisch einiges zu bieten – von klassischen Eisdielen über moderne Cafés bis hin zu richtig guter nordischer Küche. Ich war zum Abendessen im Strandhotel Blokhus. Das historische Haus liegt nur wenige Schritte vom Meer entfernt und bietet eine vielleicht einmalige Kombination aus traditionell dänischer Küche und Moderne.

Weitere empfehlenswerte Cafés & Restaurants in Blokhus:

  • Restaurant Futten: dänisches Kult-Gasthaus, schwerpunktmäßig warme Gerichte mit Fisch und weiteren a la Carte-Gerichten
  • KunstCafeen Blokhus: gemütliches Café, mit vielseitigem Angebot – ein toller Platz zum Einkehren zu jeder Tageszeit!
  • Blokhus Fiskerestaurant: spezialisiert auf Fisch- und Schalentiere mit saisonal variierendem Buffetangebot
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Häufige Fragen und Antworten zu meinem Roadtrip an die Westküste Nordjütlands in Dänemark

Ist ein Roadtrip durch Nordjütland (Nordvestkysten) auch für Hunde bzw. Hundebesitzer geeignet?

Die dänische Westküste ist ein echtes Paradies für Hunde. Es gab so viele Orte, an denen er einfach Hund sein durfte – frei laufen, schnüffeln, entdecken, schwimmen – und das alles völlig stressfrei.

Ein ganz besonderes Highlight war der Campingplatz in Thorsminde, der nicht nur ruhig und naturnah liegt, sondern sogar einen eigenen Agility-Parcours für Hunde hat. Friedo ist dort voll aufgeblüht – über Hindernisse springen, durch Tunnel flitzen, Stangen umlaufen – mit einem breiten Grinsen im Gesicht (ja, Hunde können das!). Auch der letzte Campingplatz in Rødhus war für ihn ideal: Mitten in den Dünen, viel Platz zum Toben und direkt angrenzend tolle Spazierwege.

Auch die Wanderungen durch den Nationalpark Thy, entlang der Seen oder durch die Heide rund um Klitmøller waren für uns beide ein Geschenk. Auf dem Weg von Klitmøller nach Blokhus haben wir zudem einen echten Geheimtipp entdeckt: den Tranum Skov Hundewald – einen kleinen eingezänten Wald mit liebevoll angelegten Wegen, perfekt für eine entspannte Pause zwischendurch.

Wo ist es an der Westküste Nordjütlands (Nordvestkysten) am schönsten?

Nordjütland ist wirklich ein ganz besonderes Fleckchen Dänemark und es gab keinen Ort, der mir dort nicht gefallen hat – Damit ist aber die Frage ja nur halb beantwortet 😉
Wenn ich mich wirklich entscheiden müsste, wo es mir am besten gefallen hat, dann wären es wohl Klitmøller und Thorsminde. Ersteres, weil mir der ganze Vibe dort mit den vielen Surfern super gut gefallen hat und das für mich als Wassersportler eine naheliegende und mehr als würdige Alternative zu bekannten Surfdestinationen wie Frankreich, Spanien und Portugal darstellt. Letzteres hat mir aus der Sicht eines Hundebesitzers besonders gut gefallen. Die vielen Sapzier- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Friedo waren einfach überwältigend und so findet man hier einen Ort, an dem man sich auch als Hundebesitzer einmal voll und ganz willkommen fühlt.

Was ist die beste Reisezeit für einen Roadtrip nach Nordjütland in Dänemark?

Nordjütland (Nordvestkysten) ist – je nachdem was man erleben möchte – eine ganzjährig lohnenswerte Destination! Am angenehmsten für Outdoor-Aktivitäten ist der Zeitraum Anfang Juni bis Mitte September. Um den Zeitraum der Sommersonnenwende ist übrigens auch das Licht hier am schönsten – ein Traum für jeden Fotografen! Ab September und bis in den Oktober hinein wird’s bunt. Die Heide- und Dünenlandschaften strahlen nun in den schönsten Herbstfarben und es geht nun insgesamt etwas ruhiger zu. Von November bis März weht hier ein rauer Wind – wer auf der Suche nach Ruhe ist, die er bisher nirgends anders finden konnte, wird sie wohl um diese Jahreszeit in Nordjütland finden! Die perfekte Zeit für eine kleine Auszeit oder einen Digital Detox. Im Frühjahr erwacht alles wieder ein wenig zum leben, auch in den Dünen fangen die ersten Blumen an zu blühen und die Preise für Unterkünfte sind noch besonders günstig.

Fazit – Roadtrip durch Dänemarks Nordjütland (Nordvestkysten)

Die Tage an der Nordvestkysten sind wie im Flug vergangen und doch fühlt es sich an, als hätte ich dort eine kleine Ewigkeit verbracht. Zwischen wilden Dünen, endlosen Stränden und dem stetigen Rauschen der Nordsee habe ich nicht nur jede Menge frische Luft getankt, sondern auch echte Ruhe gefunden. Es ist faszinierend, wie nah Nordjütland in Dänemark meiner Heimat eigentlich ist und wie weit weg sich alles dort gleichzeitig anfühlt. Nordvestkysten hat mein Herz im Sturm erobert, und ich weiß jetzt schon: Das war ganz sicher nicht mein letzter Roadtrip an Dänemarks wilde Westküste.

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Miri & Micha

Miri und Micha stehen zusammen am Strand und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund steht ihr Wohnmobil mit geöffneten Türen.

Mit unserem selbstausgebauten Van reisen wir um die Welt, sammeln Geschichten und Momente für Outdoornomaden, bewundern die großen und ganz kleinen Dinge, denen wir täglich begegnen. Im Van zu leben war immer unser großer Traum. 2020 haben wir unseren Mut zusammen genommen und uns unser Traumhaus auf vier Rädern gebaut. Zuhause ist nun, wo wir es parken. Wir glauben: Das Leben ist zu kurz für irgendwann. Und wer weiß schon was das Morgen bringen wird?

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