Traumhafte Strände, wunderschöne Sonnenuntergänge und ein atemberaubender Sternenhimmel. Genauso stellen sich viele Camper ihren Stellplatz mit dem selbstgebauten Wohnmobil vor. Es wäre doch schade, wenn man weder den Sternenhimmel sehen könnte, noch die frische Meeresluft riechen kann. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, ein Dachfenster in unseren Camper einzubauen. Wie genau wir das Dachfenster einbauen, was wir beachtet haben und warum wir uns für das Dometic Mini Heki Style entschieden haben, erfährst du im folgenden Artikel.

Einkaufsliste für den Einbau eines Dachfensters

Diese Geräte und Materialien haben wir genutzt

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Darum ist uns eine Dachluke/Dachfenster wichtig 

Wir lieben es, in der Natur unterwegs zu sein. Davon möchten wir natürlich auch etwas in unserem selbstgebauten Wohnmobil merken. Sei es im Frühling der frische Duft von Blüten oder die salzige Luft am Meer. Zusätzlich finden wir es wirklich schön, unterhalb des Dachfensters zu liegen und den Sternenhimmel zu bewundern. 

Ein weiterer Punkt ist die Thematik Licht und Luft. Da wir auch vorhaben in dem Camper zu arbeiten und mehrere Monate darin zu leben, ist es unheimlich wichtig möglichst viel Licht in unserem Kastenwagen zu haben. Eine Wohnung ohne Fenster wäre schließlich auch nicht so gemütlich. Ein weiterer wichtiger Grund ist die Schimmelbildung. Durch ein eingebautes Dachfenster kann man im Wohnmobil deutlich besser lüften und Schimmelbildung vorbeugen. Das gesamte Raumklima und damit die Lebensqualität auf deinem Roadtrip wird durch ein Dachfenster deutlich verbessert.

Darum haben wir uns für das Dometic Mini Heki Style Dachfenster entschieden

Wir haben uns für das Dometic Mini Heki Style 40 x 40 entschieden. Zum einen liegt es an den guten Bewertungen und Erfahrungen von anderen Campern. Zum anderen bietet die Firma Dometic einen guten Service. Hinzu kommt der Kostenfaktor. Wir finden das Dachfenster vom Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich gut und freuen uns schon auf die ersten Nächte unter einem tollen Sternenhimmel. Ein weiterer wichtiger Entscheidungsfaktor war der sinnvolle Innenrahmen des Dometic Mini Heki Style. Hier sind ein Fliegengitter und eine Möglichkeit zur Abdunklung verbaut. Somit kann man tagsüber auch mal bei viel Sonne abdunkeln und nachts ist man vor jeder lästigen Mücke geschützt. Eine Besonderheit dieses Dachfensters ist die eingebaute Zwangsbelüftung. Diese Bauart sorgt dafür, dass selbst bei geschlossenem Fenster stets Frischluft in den Innenraum gelangen kann, ohne das Regen eindringt.

Rahmenkonstruktion für das Dachfenster bauen

Das Dometic Mini Heki Style Dachfenster hat die Besonderheit, dass es geeignet ist für Rahmenstärken von 23mm bis 42 mm oder von 43 mm bis 60 mm. An dieser Stelle wird dir jetzt sicherlich auffallen, dass dein Dach viel dünner ist. Damit das ganze funktioniert, musst du einen Rahmen konstruieren, der die nötige Höhe für den Einbau bietet. Wir haben dazu aus dem Baumarkt Holz organisiert und ein Quadrat daraus gebaut, welches die Innenmaße von 40 mal 40 bietet. Nachdem der Holzrahmen fertig gebaut war, mussten kleine Hülsen entlang des Fensterrahmens abgedremelt werden. Damit passt der Holzrahmen auch wirklich genau. Dafür gibt es auch eine gute Tabelle in der Bedienungsanleitung, welche exakte Werte angibt. Wir haben die Hülsen auf vier Millimeter gekürzt, damit es letztlich gepasst hat. 

Ausschnitt für das Dachfenster anzeichnen 

Mit Malertape überklebte Schnittfläche

Dieser Punkt ist unheimlich wichtig und hat uns ungefähr genauso viel Zeit gekostet, wie das Blech rauszuschneiden und alles fertig zu bearbeiten. Wir gehen dabei auf Nummer sicher keinen Fehler zu machen und müssen viele Kleinigkeiten mit bedenken. Zuerst machen wir uns Gedanken darüber, wo verstärkte Holme sind, da wir in diese nicht sägen dürfen. Ein weiterer Punkt ist die Solaranlage. Schon allein die Tatsache, dass wir noch zwei Solarpanele anbringen möchten, hat die Auswahl für den geeigneten Ort deutlich reduziert. Sobald wir die geeignete Stelle gefunden haben, beginnen wir mit dem Ausmessen der gewünschten Stelle. Dabei arbeiten wir sehr detailliert und nutzen zusätzlich zu einem Zollstock noch einen Winkel. So können wir uns sicher sein, dass unser Quadrat auch wirklich ein Quadrat wird. 

Auf dem Dach haben wir anschließend die angezeichneten Schnittflächen großflächig mit Malertape überklebt und dann wieder mit einem Stift nachgezeichnet. Das Tape soll dafür sorgen, dass ihr den Lack eures Dachs nicht mit der Stichsäge zerkratzt. Sobald das Fenster angezeichnet wurde, kontrollieren wir nochmal mit dem vorgefertigten Rahmen.

Aufgezeichnete Fläche rausschneiden 

Und auf einmal ist ein Loch im Dach des Campers

Jetzt wird es ernst. Nachdem wir den Ausschnitt mehrfach ausgemessen haben und alles ordentlich angezeichnet ist, beginnen wir damit alles vorzubereiten.

Bevor wir die Stichsäge ansetzen können, bohren wir ein paar Löcher mit einem Metallbohrer vor. Wir vergrößern diese solange, bis das Sägeblatt der Stichsäge reinpasst. Bei uns hat sich dafür ein 10 mm Metallbohrer gut geeignet. Anschließend kontrollieren wir nochmals die Linien und wechseln zur Stichsäge. An dieser Stelle musst du sicher stellen, dass das Blatt wirklich gut sitzt und nicht zu einer Seite verrutschen kann. Sonst kann es passieren, dass du verrutschst und dein Ausschnitt im schlimmsten Fall zu groß wird. Nimm dir ruhig Zeit und kontrolliere zwischendurch immer einmal, ob du weiterhin auf der richtige Linie bist. Hol dir am besten eine zweite Person dazu, welche kurz vor dem Ende dafür sorgt, dass der ausgeschnittene Teil nicht einfach herunterkratzt und Schäden an deinem Camper hinterlässt. Alternativ kannst du, nachdem du die Hälfte ausgeschnitten hast, diesen Teil mit Panzertape am Kastenwagen befestigen. Somit verhinderst du ebenfalls, dass das ausgeschnittene Karosserieteil runterfällt.  

Sicken auf dem Dach begradigen 

Ein Problem unseres Ford Transits besteht darin, dass er auf dem Dach einige Ausstülpungen, sogenannte Sicken, hat. Diese sorgen dafür, dass wir leider keine ebene Fläche haben, auf der das Dachfenster aufliegen kann. Das kann natürlich kurzfristig „Kopfzerbrechen“ bereiten. Doch glücklicherweise haben wir nach einigen Überlegungen zügig eine Lösung gefunden. Wir haben die Seiten der Sicken mit einem Dremel eingeschnitten und anschließend mit Klemmen begradigt. Endlich hatten wir eine begradigte Fläche und ein deutlich besseres Gefühl dabei das Fenster einzubauen. 

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Schnittkanten nachbehandeln 

Nachdem die Fläche rausgeschnitten wurde, haben wir das erste Mal getestet, ob das Fenster bereits jetzt schon reinpasst. Beim ersten Versuch haben wir gemerkt, dass es leider an einer Stelle noch etwas eng war. Doch dadurch, dass wir als nächstes sowieso die Kanten nochmal mit einem Dremel abrundeten und entschärften, wollten wir erstmal abwarten. Damit das Fenster nicht unter den scharfen Kanten der Karosserie leidet und mit der Zeit kaputt geht, haben wir die Kanten abgeschliffen. Anschließend haben wir nochmal getestet, ob das Fenster jetzt passt und siehe da! Glücklicherweise passt es haargenau und muss sogar mit etwas Nachdruck in die gewünschte Position gebracht werden. Das ist uns jedenfalls deutlich lieber, als wenn wir es locker reinlegen könnten. Da hätten wir irgendwie Angst, dass es nicht dicht hält. 

Im nächsten Schritt entfernen wir sämtliche Späne, sorgen dafür, dass die Kanten wirklich abgerundet sind und entfetten den Ausschnitt mit Silikonentferner. Jetzt sprühen wir die beschädigten Stellen und die behandelten Sicken mit Zinkspray ein, damit wir in Zukunft keinerlei Probleme mit Rost bekommen. 

Dichtmasse auf Sicken und Holzrahmen auftragen

Holzrahmen mittels Schraubzwingen befestigen

Während das Zinkspray trocknet, beginnen wir damit, den Rahmen vorzubereiten und tragen hier eine ordentliche Schicht Dekaseal auf. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob es notwendig ist, die Dichtmasse auch im Inneren zu verwenden. Dabei haben wir aber ein besseres Gefühl. Im gleichen Schritt tragen wir schon etwas Dekaseal in die Einschnitte auf den Sicken auf. Somit dichten wir schonmal diese Teile ab, bevor wir letztlich das Fenster aufsetzen. Nachdem wir den Rahmen an der Decke fertig ausgerichtet haben, befestigen wir alles ordentlich mittels Schraubzwingen und sind bereit für den finalen Schritt.

Dichtmasse auf Dachfenster auftragen und einsetzen

Maximale Abdichtung des Dachfensters

Nachdem der Rahmen befestigt wurde, können wir in aller Ruhe damit beginnen, Dekaseal auf den äußeren Fensterrahmen aufzutragen. Hier haben wir wirklich nicht an Dichtmasse gespart. Im nächsten Schritt haben wir uns dann aufgeteilt. Miri ist auf das Camperdach gegangen und ich in den Innenraum. Jetzt haben wir das Fenster final eingesetzt und geschaut, dass es überall ordentlich sitzt und genug Dichtmasse vorhanden ist. 

Montagerahmen aufsetzen und verschrauben 

Nachdem das Fenster eingesetzt wurde, haben wir zum Schluss noch den Montagerahmen gut mit dem Außenrahmen verschraubt. Dazu haben wir kein genaues Erfolgsrezept. In der Anleitung steht, dass man es nicht zu fest verschraubt, damit keine Schäden entstehen. Achte beim Schrauben einfach auf dein Gefühl. 

Innenrahmen aufsetzen 

Als letzter Arbeitsschritt haben wir den Innenrahmen mittels Befestigungsklammern am restlichen Fenster befestigt. Diesen könnt ihr ziemlich einfach abmachen. Gerade für die Deckenverkleidung ist es manchmal ratsam den Innenrahmen auch nochmal abzunehmen. 

Dachfenster eingebaut – Wassertest durchführen 

Dachfenster Dometic Mini Heki Style

Natürlich bringt das Dachfenster nur etwas, wenn es auch starkem Regen standhält und zuverlässig dich ist. Um das zu testen, haben wir ein paar Tage nach dem Einbau des Fensters mit einer Gießkanne mehrere Liter Wasser gleichzeitig auf das Dachfenster rauschen lassen. Dabei war der Druck und die Menge pro Zeiteinheit höher als jeder Starkregen. Diesen Test hat unser frisch eingebautes Dachfenster gut überstanden. Auch in der darauffolgenden Woche hat es mehrere Tage hintereinander sehr stark geregnet und trotzdem konnten wir glücklicherweise nie Wasser in unserem Bus finden. 

Unser Fazit zum Dachfenster Einbau im Camper

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Bevor wir mit dem Dachfenster Einbauen im Camper begonnen haben, waren wir uns wirklich unsicher. Wir hatten ziemlich viel Angst vor der Tatsache, ein großes Loch in unseren Camper zu sägen. Das, ohne etwas Vergleichbares jemals zuvor gemacht zu haben. Doch jetzt nachdem wir das Fenster eingesetzt haben und es auch wirklich dicht ist, können wir jedem empfehlen ebenfalls ein Dachfenster in sein Wohnmobil einzubauen. Mit guter Vorbereitung und ausreichend Recherche ist es kein Problem es selbst einzubauen. Es ist nicht kompliziert, sondern kostet einfach Überwindung. Trau dich, es wird sich lohnen! 

Literaturtipps zum Thema Kastenwagen Ausbau

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Ihr Artikel zum Thema Dachfenster hat meiner Tochter enorm geholfen! Sie fragte mich nämlich, was vor der Montage eines Dachfensters in ihrem Camper zu beachten ist. Ein guter Hinweis, dass man sich zuerst Gedanken darüber machen sollte, wo verstärkte Holme sind, da man diese nicht sägen darf.

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