„Wie wäre es mit einem kleinen Roadtrip in den Harz?“ Es folgt kurze Stille, dann: „Klar, wieso nicht?“ Wenig später sitzen wir im Auto, während uns das Navigationsgerät in Richtung des Nationalparks Harz leitet. Der Wetterbericht verspricht beste Bedingungen und wir freuen uns im Harz die verschiedenen Fotolocations zu erkunden. 

Lange Zeit haben wir unterschätzt welch wundervolle Orte wir in Deutschland finden können. Der Harz ist eines der besten Beispiele dafür: Ausgedehnte Wälder und Seen, tiefe Täler sowie wilde Flussläufe und Wasserfälle sind im Harz fast überall zu finden. Unser Besuch im Harz hat uns staunen lassen – und auch fotografisch sind wir hier vollkommen aufgegangen. Der Harz ist einfach unglaublich vielfältig, und es ist oftmals nicht nur die Landschaft einen hier staunen lässt. Also, nichts wie los! Auf zu all diesen tollen Fotolocations im Harz!

Hinweis: Leider haben wir durch ein dummes Missgeschick all unsere Bilder des 2. und 3. Tages im Harz verloren. Nur einige der Thumbnails der Videos waren noch zu retten – diese sind natürlich aber in viel schlechterer Qualität. Verzeiht uns bitte, dass wir nicht zu jedem Fotospot ein Bild haben – nun, da die Bilder einmal weg sind steht fest: Da müssen wir wohl bald nochmal in den Harz reisen!

Teufelsmauer bei Weddersleben • Spektakuläre Felsformation im Harz

Die Felsstruktur der Teufelsmauer zieht sich mehr oder weniger sichtbar durch den gesamten Harz hindurch, fotografisch am spektakulärsten ist die Teufelsmauer aber nahe dem kleinen Ort Weddersleben. Bei unserer Anreise mit unserem Minicamper (Link zur Roomtour und Anleitung!) sahen wir die Felsformationen schon von weitem und staunten nicht schlecht. Die Felsen ragen viele Meter in den Himmel hinauf und sind tatsächlich um einiges größer als wir zunächst erwarteten. Zu den Felsen hinauf führt eine bequeme Treppe und an den Hängen der Teufelsmauer sind große Streuobstwiesen zu finden 

Persönlicher Tipp: Wir waren Anfang Juni da, und haben uns über einige leckere Kirschen gefreut. 

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 15 Minuten
  • Parkplatz: Parkplatz Teufelsmauer (Google Maps)
  • Öffentliche Verkehrmittel: Harzer Schmalspurbahn (Ausstieg: Quedlinburg-Quarmbeck bzw. Bad Suderode)
  • Beste Tageszeit: Sonnenuntergang, Nachts 

Wolfswarte • Lieblingsfotospot im Harz

Die Wolfswarte liegt im Herzen des Nationalparks Harz, recht weit „oben“ und dadurch mit tollem Weitblick über die umliegenden Wälder und Berge. Kommst du zum Fotografieren, startest du die Wanderung zur Wolfswarte am besten vom Parkplatz Wolfswarte, ein kleiner, unscheinbarer Parkplatz, der direkt an der Straße liegt. Von dort aus benötigst du etwa 20 bis 30 Minuten bis zur Wolfswarte. Der Weg führt durch wunderschönen, dichten Wald stetig bergauf, bis sich oben angekommen eine felsige Lichtung auftut. Hier oben, weht meist ein frischer Wind, aber die Aussicht ist einfach wunderschön. 

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 20-30 Minuten
  • Parkplatz: Parkplatz Wolfswarte (siehe Google Maps)
  • Öffentliche Verkehrmittel: Bus nach Torfhaus, dann weiter zu Fuß (3 Kilometer One-Way)
  • Beste Tageszeit: Sonnenuntergang

Torfhausmoor • Empfindliches Hochmoor im Oberharz

Das Torfhausmoor liegt unmittelbar bei dem gleichnamigen Örtchen Torfhaus, welches an den warmen Wochenenden und in der Saison gerne etwas von Besuchern überflutet wird. Durch die Nähe zum Ort ist es am Torfhausmoor an diesen Tagen meist nie wirklich leer, wodurch sich das Fotografieren nur bedingt anbietet. Das macht aber gar nichts: Am schönsten lässt sich das Moor sowieso bei etwas düstererer Stimmung in Szene setzen. Tiefhängende Wolken, Nebel und Regen sind hier tatsächlich zum Fotografieren gern gesehen! Und keine Sorge: Bei diesem Wetter verschlägt es nur die ganz Hartgesonnenen Wanderer an das Moor, sodass du die meiste Zeit ganz allein sein wirst. 

Tatsächlich hatten wir bei unseren Besuchen am Torfhausmoor allerdings immer strahlenden Sonnenschein und wärmste Temperaturen, sodass viele Besucher vor Ort waren und an eine stimmungsvolle, „moody“ Lichtbedingung nicht zu denken war.  Wir freuen uns daher schon sehr auf unseren nächsten Besuch! Vielleicht klappt es ja dann?

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 15 Minuten
  • Parkplatz: Parkplatz in Torfhaus (kostenpflichtig)
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Bus (nach Torfhaus)
  • Beste Tageszeit: Bewölkung, düstere Lichtstimmung, Morgens

Königshütter Wasserfall • Fotogene Wasserfälle und Picknickspot

Der Königshütter Wasserfall liegt unmittelbar an der Landstraße zwischen Braunlage und Blankenburg und ist super als Zwischenstopp auf dem Roadtrip geeignet. Der Wasserfall ist dabei nicht nur super als Fotomotiv geeignet sondern auch ohne Kamera definitiv einen Besuch wert. An warmen Sommertagen kannst du unter dem Wasserfall sogar entspannt baden und direkt am Wasserfall gibt es tolle Picknickbänke und sogar einen Outdoorgrill (Kohle, etc. muss natürlich selbst mitgebracht werden).

Du kannst dir aber bestimmt schon denken: Durch die Nähe zur Straße und die tollen Möglichkeiten zum Picknicken ist der Königshütter Wasserfall an warmen Tagen und am Wochenende immer gut besucht. Das Fotografieren bietet sich dann am besten am Morgen und dem frühen Vormittag an.

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 5 Minuten
  • Parkplatz: Direkt an der Straße
  • Öffentliche Verkehrmittel: Hierzu haben wir leider keine Infos gefunden!
  • Beste Tageszeit: Morgens oder am frühen Vormittag 

Oderteich • Wunderschöner Stausee im Oberharz

Der Oderteich ist einer unserer Lieblingsplätze im Harz. Der Stausee liegt wirklich fast schon mystisch zwischen in einer Senke umgeben von dichtem Fichtenwäldern. Fotografieren kannst du hier insbesondere in den Morgen- und Abendstunden, wenn das Licht weicher wird und weniger Menschen unterwegs sind. Besonders empfehlenswert, egal ob Fotograf oder nicht, ist übrigens der Wanderweg, welcher dich einmal rund um den Oderteich führt. 

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 1,5 bis 2 Stunden für den Rundwanderweg
  • Parkplatz: Direkt an der Straße 
  • Öffentliche Verkehrmittel: Bus (hält direkt am Oderteich)
  • Beste Tageszeit: Im Morgen- oder Abendlicht

Quedlinburg • Süße Stadt aus Fachwerk

Die süße Stadt Quedlinburg liegt etwas nördlich vom Harz-Nationalpark im Landkreis Harz. Hier reihen sich süße Fachwerkhäuschen aneinander und die verwinkelten Gassen laden zum entdecken der Altstadt ein. Immer wieder geraten wir hier ins Staunen, wenn uns eine kleine Gasse zum erneuten Male auf einen größeren Platz leitet. Verlaufen kann man sich hier auf jeden Fall schnell, denn die Altstadt ist durch ihre verwinkelten Ecken deutlich größer als wir zunächst erwarteten.

Für Fotografen hält die Stadt auch noch ein weiteres Highlight parat: Am Finkenherd, teilt sich eine kleine, kopfsteingepflasterte Nebenstraße plötzlich auf, und umschließt zwei Häuschen, welche etwas verloren in der Mitte dieser zwei Wege stehen. Super schön zu fotografieren! 

Einmal wieder gilt auch hier: Als UNESCO – Weltkulturerbe – Stadt ist Quedlinburg immer gut besucht, sodass das Fotografieren zu den Stoßzeiten selten eine gute Idee ist. Empfehlenswert sind die frühen Morgenstunden, dann ist die Stadt noch ruhig und der Zauber der Stadt kann sich von seiner schönsten Seite zeigen. 

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: /
  • Parkplatz: in Quedlinburg
  • Öffentliche Verkehrmittel: Bus und Bahn
  • Beste Tageszeit: In den Morgenstunden 

Harzer Schmalspurbahn • Ein Harz-Klassiker!

Wenn du im Harz unterwegs bist, siehst und hörst du sie überall: Die Harzer Schmalspurbahn! So wirklich bekannt ist davon allerdings nur der Teil der Strecke, welcher hinauf zum Brocken fährt. Überall wird über die Brockenbahn geredet, dabei ist die Fahrt zum Brocken ja nur eine von vielen Möglichkeiten!

Dabei ist die Fahrt zum Brocken hinauf aktuell auch ziemlich kostenintensiv: Für eine einfache Fahrt (nur Hinfahrt) fallen 28€ an. Die Fahrtkosten für alle anderen Streckenabschnitte sind allerdings deutlich günstiger. Auch vom Bahnhof Schierke, aber in die entgegengesetzte Richtung startend, kannst du ein Ticket ab 3€ erhalten. Besonders toll finden wir, dass diese weniger bekannten Streckenabschnitte außerdem auch deutlich weniger gebucht werden. Die Schmalspurbahn ist dann nicht so voll, und du hast tolle Möglichkeiten um Fotos zu schießen

Persönlicher Tipp: Bei Schnee ist die Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn ganz besonderes eindrucksvoll zu fotografieren! 

Fakten auf einen Blick:

Steg am Kranicher Teich • Geheimtipp etwas abseits der bekannten Wege

Der Kranicher Teich, oft auch Kranichsee genannt, liegt etwas außerhalb des Nationalparks Harz im Landkreis Goslar. Aber nicht, dass du jetzt denkst: „Was gehört der Teich dann gar nicht mehr zum Harz?“ Ne, ne, auch die gesamte Region Goslar gehört, ganz genau genommen, noch zum Harz!

Übrigens: Besonders toll zu fotografieren ist das am süd-west Ufers des Kranicher Teich nachgebaute Striegelhaus. Dieses ist in seiner traditionellen Bauweise sehr typisch für die Harzregion und gerade bei etwas düsterer Stimmung toll zu fotografieren. 

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 5 Minuten
  • Parkplatz: Parkplatz am Kranicher Teich, gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr „Hahnenklee-Bockswiese“
  • Öffentliche Verkehrmittel: Bus & Bahn
  • Beste Tageszeit: Immer bei Bewölkung, sonst in den Stunden des schönen Lichts!

Fotoausrüstung für den Harz

Welche Kameras und Objektive dürfen ins Gepäck? Was muss zuhause bleiben? Immer wieder, wenn wir unsere Taschen packen sind es die gleichen Fragen. So eine Kameratasche hat ja leider nur begrenzt Platz! Na, geht es dir vielleicht auch manchmal so? Hier folgt deshalb eine Liste des Equipments, welches uns im Harz bisher die besten Dienste bewiesen hat!

Dieses Kameraequipment haben wir im Harz am Liebsten genutzt

Um die Weite des Harzes die Ausgesetztheit der Felsformationen darzustellen haben wir das 16-50mm Kit-Objektiv der Sony besonders gerne genutzt. Für Portraits von uns benutzen wir allerdings hauptsächlich das 35mm 1.4 der Sony sowie an der Canon das 50mm 1.8. Ganz unerwartet hatten wir aber auch das 70-200mm 2.8 Teleobjektiv oft auf der Canon und haben damit wundervolle Nahaufnahmen fotografiert. 

Unsere Drohne haben wir nicht benutzt, denn da die größten Teile des Harzes als Nationalpark klassifiziert sind, ist das Fliegen einer Fotodrohne untersagt und wird ziemlich hart bestraft.

Die beste Reisezeit

Ganz ehrlich? Für einen Besuch im Harz gibt es keine ungünstige Reisezeit! Ob ein schneebedeckter Brocken im Winter, eine blühende Frühlingszeit oder orange-gelbe Blätter im Herbst: Jede Jahreszeit hat im Harz ihre Vorzüge, sodass wir kaum sagen können, wann es im Harz am schönsten wäre. 

Anreise in den Harz

Der Harz liegt ziemlich zentral in Mitteldeutschland und breitet sich über die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aus. Diese zentrale Lage hat positiv zur Folge, dass eine Anreise in den Harz immer super einfach möglich ist. Mit dem Fernverkehr der Bahn reisend, sind die Städte Bad Harzburg, Herzberg, Quedlinburg, Thale sowie Blankenburg gute Austiegstellen. Ab hier kannst du unkompliziert mit dem Nahverkehr der Bahn, einem Bus oder gar der Harzer Schmalspurbahn weiterreisen. 

Unterkünfte & Campingplätze im Harz

Da wir im Harz mit unserem Minicamper unterwegs waren, haben wir keine Unterkünfte gebucht, sondern sind spontan gereist und haben auf Camper-Stellplätzen übernachtet. 

Suchst du nach einer einfachen Unterkunft, welche super zentral liegt, können wir dir aber „The Cabin“ bei Torfhaus wärmstens empfehlen. Das Hostel ist urgemütlich, super romanisch und mit allem ausgestattet was man auf einer kurzen Fototour eben so gebrauchen kann. Neben den klassischen Mehrbett-Hotelzimmern gibt es natürlich auch Doppelzimmer.

Alternativ dazu lieben wir Airbnb. Hier gibt es meist auch spontan noch Zimmer oder gesamte Unterkünfte (gut passend zu unserem Reisestil).

Persönlicher Tipp: Bei der Auswahl unserer Stellplätze oder Unterkünfte achten wir bei Fototouren besonders darauf, dass diese in der Nähe möglichst vieler Fotospots liegen. Das liegt daran, dass wir super gern zum Sonnenaufgang schon am Fotospot sind. Gerade im Hochsommer bedeutet das, dass wir gegen vier Uhr am Fotospot sein möchten. Da liegt es natürlich nahe, dass wir zu dieser Uhrzeit nicht noch lange fahren möchten, oder?

Literaturtipps für deinen Urlaub im Harz

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