Es ist schon dunkel als wir mit unserem Auto auf den Camperstellplatz mitten im Wald rollen. Einige enge Serpentinen ging die Straße hierher hinauf, sodass wir sogleich das Gefühl haben nun wirklich inmitten der Berge zu stehen. Wir parken ein, rollen unsere Schlafsäcke aus und schlafen ein unter einem Himmel voll mit abertausenden Sternen. „Willkommen in der Sächsischen Schweiz“, sagen wir uns, bevor wir einschlafen. 

Schroffe Bergformationen, orangerote Sonnenaufgänge und beeindruckende, weite Blicke. All das ist einfach so typisch für die sächsische Schweiz. Dabei ist die Landschaft so unglaublich spektakulär, dass wir oft selbst nicht glauben können, dass wir uns tatsächlich in einem Mittelgebirge in Deutschland befinden. Um noch weiter zu gehen: Wir glauben fest daran, dass einige der spektakulärsten Fotospots Deutschlands hier in der Sächsischen Schweiz zu finden sind. Also Kameratasche packen, und nichts wie los! Hier kommen unsere liebsten Fotospots in der Sächsischen Schweiz!

Der Gohrisch • Immer eine gute Idee

Der Gohrisch-Stein liegt auf der Südseite der Elbe und lässt sich für Fotografen am einfachsten vom Wanderparkplatz Galgenschänke erreichen. Von hier aus benötigst du etwa 10-20 Minuten hinauf zur Aussicht. Besonders toll ist, dass der Gohrisch sich sowohl zum Sonnenauf- als auch zum Sonnenuntergang als optimaler Fotospot anbietet. Einmal oben auf dem Gohrisch-Stein angekommen, wirst du überall Fotomöglichkeiten finden, welche dir den Blick auf die unterschiedlichsten Himmelsrichtungen erlauben. So findet sich unabhängig von der Jahres- oder Tageszeit immer ein toller Fleck zum fotografieren!

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 10-20 Minuten
  • Parkplatz: Wanderparkplatz Galgenschänke
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Bus (z.B 224)
  • Beste Tageszeit: Ganztägig bei Bewölkung, sonst Sonnenauf- oder Sonnenuntergang

Basteibrücke • Klassiker in der Sächsischen Schweiz

Die Bastei ist ein wirklicher Klassiker unter unseren Fotospots der Sächsischen Schweiz und tatsächlich auch international ziemlich bekannt. Ganz logisch, dass deshalb zur normalen Tageszeit an der Brücke super viel los ist! Das Fotografieren tagsüber ist also nicht wirklich empfehlenswert, aber das macht ja auch nichts: Das schönste Licht hat man an der Basteibrücke eh zum Sonnenaufgang. Dann lassen die warmen Sonnenstrahlen die Brücke orange leuchten und du hast die malerische Landschaft ganz für dich allein! 

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 10 Minuten
  • Parkplatz: K8716 Parking (Google Maps)
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Bus (auch von Pirna aus)
  • Beste Tageszeit: Sonnenaufgang, sonst sehr besucht

Pavillionaussicht • Blick auf die Bastei

Pavillionaussicht auf die Bastei in der Sächsischen Schweiz

Nur wenige Minuten zu Fuß von der Basteibrücke entfernt liegt die Pavillionsaussicht. Auch wenn diese so nahe an der berühmten Bastei liegt, verirrt sich nur ein kleiner Anteil der Besucher an diesen magischen Ort. Von der Pavillionsaussicht aus hast du dadurch einen ungestörten Blick auf die Basteibrücke. Empfehlenswert ist jedoch auch dieser Fotospot besonders zum Sonnenaufgang, wenn der Himmel sich über der Bastei beginnt in den schönsten Farben zu zeigen. 

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 10 Minuten
  • Parkplatz: K8716 Parking (Google Maps)
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Bus (auch von Pirna aus)
  • Beste Tageszeit: Sonnenaufgang

Waitzdorfer Aussicht • Unscheinbarer Ausblick auf die Weite der Sächsischen Schweiz

Ein unscheinbarer, aber super schöner Fotospot versteckt sich nicht weit vom gleichnamigen Örtchen. Von Waitzdorf aus brauchst du nur etwa zehn Minuten zu Fuß, wobei die Wege, so ganz untypisch für die Sächsische Schweiz, einfach und breit sind. An der Aussicht angekommen, wirst du mit einem tollen Blick über die Felsen- und Täler des Elbsandstein-Gebirges belohnt. Besonders empfehlenswert ist das Fotografieren hier zum Sonnenuntergang. 

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 10 Minuten
  • Parkplatz: Waitzdorf Parkplatz
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Bus (z.B die Linie 235)
  • Beste Tageszeit: besonders Sonnenuntergang

Festung Königstein • Hoch über den Felsen der Sächsischen Schweiz

Ein weiterer Klassiker unter den Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz! Die Festung Königstein ist unglaublich imposant, was wohl an der Kombination vieler Faktoren beruht: Die Lage hoch oben, die Bauweise, so hineingegraben in die Felsen des Elbsandsteingebirges und ihre Sichtbarkeit von weither, egal aus welcher Richtung man auch anreist.

Für Fotografen wie uns ist allerdings etwas ungünstig, dass die Festung lediglich im Zeitraum von 9-18 Uhr für Besucher geöffnet ist – nicht gerade die Zeiten mit dem schönsten Licht! Wer dennoch auch zur schönsten Lichtstimmung die Festung Königstein fotografieren möchte kann sich den regelmäßig stattfindenden Fotosessions zum Sonnenauf- oder Sonnenuntergang anschließen, das Fotocamp Herbstlicht (Link zu unserem Tagebucheintrag im Herbst) besuchen, oder einfach das Fotografieren der Festung in die Wintermonate verlegen!

Der komplette Erfahrungsbericht zum FotoCamp HerbstlichT auf unserer Fotografie-Website!

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 10 Minuten
  • Parkplatz: Parkhaus Festung Königstein (800m vom Eingang entfernt)
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Raddampfer, Bus bzw. S-Bahn in den Ort Königstein dann weiter zu Fuß (30 Minuten – über Wanderwege) bzw. mit dem Festungsexpress (fährt im Sommer alle 10 Minuten)
  • Beste Tageszeit: Öffnungszeiten von 9-18 Uhr

Kleiner Winterberg • Persönlicher Lieblingsspot

Der Kleine Winterberg ist das Highlight unter all den hier genannten Fotospots! Der Aussichtspunkt liegt etwas weiter im „Inneren“ des Nationalparks Sächsische Schweiz und ist vielen Besuchern tatsächlich unbekannt. Vielleicht liegt es daran, dass dieser Fotospot weiter entfernt der Straßen und Ortschaften liegt? Wir wissen es nicht genau, Fakt ist aber: Für uns ist der kleine Winterberg einer der schönsten Motive der Sächsischen Schweiz. Fotografieren kannst du hier übrigens ganzjährig, allerdings empfiehlt sich dies aufgrund des Sonnenstandes nur zum Sonnenaufgang. Da du für die Wanderung zum Kleinen Winterberg durchaus anderthalb Stunden einplanen solltest, musst du dich darauf einstellen im Dunkeln aufzubrechen. Also unbedingt eine Kopftaschenlampe einpacken

Nachdem die Sonnenaufgangsfotos „im Kasten“ sind gibt es übrigens nichts schöneres als ein kleines Picknick mit dieser tollen Aussicht. Ziemlich wahrscheinlich wirst du auch dann noch der einzige Besucher auf der Aussicht sein. Wir lieben es!  

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 1,5 Stunden
  • Parkplatz: Schmilka – Parkplatz am Elbufer bei der Feuerwache
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Bus (Fahrplan-Übersicht) z.B. die Linie 252
  • Beste Tageszeit: Sonnenaufgang (!)

Schrammsteine • Die Aufregendste Wanderung der Sächsischen Schweiz?

Die Schrammsteine sind eine der markantesten Felsgebilde der Sächsischen Schweiz und oft schon von Weitem zu erkennen. Fotospots gibt es an den Schrammsteinen viele, allen voran natürlich die unter Fotografen und Urlaubern bekannte „Schrammsteinaussicht“. Sehr fotogen ist aber auch der Kammweg, welcher sich vor allem für Lifestyle- oder Portraitfotos super gut eignet. Beachten solltest du dabei lediglich, dass die Schrammsteine sowie der Kammweg sehr beliebte Ausflugsziele sind und sich für das Fotografieren daher hauptsächlich sehr früh am Morgen eignet.

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit:  1 Stunde
  • Parkplatz: Parkplatz oberhalb des Gasthofs Schrammsteinbaude
  • Öffentliche Verkehrsmittel: S-Bahn, Bus, Raddampfer (Tour in Bad Schandau starten!)
  • Beste Tageszeit: Sonnenaufgang, in der Nebensaison Sonnenuntergang

Lieblingstipp: Von den Schrammsteinen kommst du über den Klammweg bis zum Aussichtspunkt „Breite Kluft“ und von dort aus sogar noch weiter nach Schmilka. Von Schmilka aus, kannst du dann entspannt mit dem Bus zurück nach Bad Schandau fahren. Wir haben diese Tour auf dem Fotocamp HerbstlichT (unser Erfahrungsbericht) gewandert und haben die Tour in bester Erinnerung behalten. Optimal für alle, die nicht nur zum Fotografieren, sondern auch zum Wandern in der Sächsischen Schweiz sind.

Schmilka • Winziges Mühlendorf aus Fachwerk

Schmilka ist ein winziger Ort inmitten des Nationalparks Sächsische Schweiz, unmittelbar an der Tschechischen Grenze gelegen. Bekannt ist der Ort für seine Fachwerkhäuser und die historische Mühle, welche im 15. Jahrhundert erbaut wurde und zu den ersten Gebäuden des Ortes zählt. Jeden Herbst findet hier im Mühlensaal auch das FotoCamp HerbstlichT statt, ein Fotografen-Treffen veranstaltet vom Tourismusverband „Sächsische Schweiz“, welches wir jedes Jahr, seit seiner Gründung 2018 besuchen.

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 5 Minuten
  • Parkplatz: Parkplatz in Schmilka am Elbufer bei der Feuerwache
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Bus (Fahrplan-Übersicht) z.B. die Linie 252
  • Beste Tageszeit: Ganztägig, Nachts, Zum Fotocamp HerbstlichT

Der Lilienstein • Die Wetterkiefer der Sächsischen Schweiz

Waitzdorfer Aussicht mit Blick auf den Lilienstein

Der beste Sonnenaufgangsspot der Sächsischen Schweiz? Der Lilienstein mit der Wetterkiefer zeigt direkt nach Osten und ist damit für Fotos zum Sonnenaufgang wirklich ziemlich genial. Ob es nun wirklich der beste Sonnenaufgangsspot ist, das können wir gar nicht sagen, dafür ist jeder einzelne Fotospot einfach zu schön. Fakt ist jedoch: Der Lilienstein ist wunderschön und gehört ganz klar in unsere Favoritenliste!

Fakten auf einen Blick:

  • Gehzeit: 30-45 Minuten
  • Parkplatz: Wanderparkplatz Lilienstein
  • Öffentliche Verkehrsmittel: S-Bahn, Bus, Raddampfer (Tour in Königstein starten, dann mit der Elbfähre übersetzen in den Ortsteil Halbestadt!)
  • Beste Tageszeit: Sonnenaufgang (!)

Fotoausrüstung für die Sächsische Schweiz 

Welche Objektive dürfen mit? Mal wieder stehen wir ratlos vor all unserem Kameraequipment. Die komplette Ausrüstung passt nicht in unsere zwei Taschen, das steht fest. Brauchen wir das 70-200er? Und was ist dem Weitwinkel? Wir debattieren noch ein wenig über die optimale Ausrüstung und stopfen unsere Kamerarucksäcke schließlich voll bis zum Rand. 

Nun, so oder so ähnlich läuft das Packen unseres Equipments wohl immer ab. Da dachten wir, es wäre für euch vielleicht hilfreich mal zu wissen was wir letztendlich denn wirklich genutzt haben! Also los geht es!

Fotografieren in der Sächsischen Schweiz

Dieses Kameraequipment haben wir im Elbsandsteingebirge genutzt:

Um die Weite der Sächsischen Schweiz die Ausgesetztheit der Felsformationen darzustellen haben wir das 16-50mm Kit-Objektiv der Sony besonders gerne genutzt. Für Portraits von uns benutzen wir allerdings hauptsächlich das 35mm 1.4 der Sony sowie an der Canon das 50mm 1.8. Ganz unerwartet hatten wir aber auch das 70-200mm 2.8 Teleobjektiv oft auf der Canon und haben damit wundervolle Nahaufnahmen fotografiert. 

Unsere Drohne haben wir zuhause gelassen, denn da die größten Teile der Sächsischen Schweiz als Nationalpark klassifiziert sind, ist das Fliegen einer Fotodrohne untersagt und wird ziemlich hart bestraft. Bevor wir irgendwie in Versuchung geraten, haben wir sie deshalb lieber gleich zuhause gelassen. 

Die beste Reisezeit für die Sächsische Schweiz

Ganz ehrlich? Wir sind uns ziemlich sicher, dass es für das Fotografieren der Sächsischen Schweiz keine ungünstige Jahreszeit gibt. Während im Frühling überall dort die Blumen blühen, kannst du im Sommer lange, warme Sonnenuntergänge fotografieren und im Herbst erstrahlt alles in einem kräftigen gelb-orange. Und im Winter? Dann liegt in der Sächsischen Schweiz mit Glück sogar ein wenig Schnee, wohl der Jackpot unter all den genannten Szenarien! 

Ausblick von den Schrammsteinen

Anreise in das Elbsandsteingebirge

Die Sächsische Schweiz ist sowohl mit der Bahn, dem Bus als auch mit dem Auto super einfach zu erreichen. Da die meisten Wanderwege allerdings etwas abseits der Ortschaften beginnen und die Busse nur tagsüber fahren ist es für Fotografen meist notwendig mit einem eigenen fahrbaren Untersatz anzureisen. Was genau, dieser „fahrbare Untersatz“ für dich sein wird, entscheiden dabei letztendlich deine Reisegewohnheiten oder auch deine Fitness. Vor allem das Reisen mit einem Fahrrad ist in der Sächsischen Schweiz wunderschön und sehr praktikabel, allerdings solltest du mit einigen Serpentinen und von Zeit zu Zeit brennenden Oberschenkeln kein Problem haben. 

Anreise in der Sächsischen Schweiz mit Blick auf den Lilienstein

Unterkünfte in der Sächsischen Schweiz

Auf der Suche nach einer passenden Unterkunft hast du in der Sächsischen Schweiz eine große Auswahl, allerdings liegen viele davon, wie für deutsche Urlaubsregionen oft üblich, im höheren Preissegment. Eine gute Alternative sind hier die Campingplätze der Region, welche meist auch feste Unterkünfte anbieten oder natürlich auch Airbnb. 

Da wir zum Fotografieren fast nur zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang fotografieren, achten wir außerdem darauf, dass unser Stellplatz, beziehungsweise unsere Unterkunft, so nahe wie möglich an der Mehrzahl der Fotospots gelegen ist.

In der Sächsischen Schweiz nutzen wir besonders die Orte Bad Schandau und Schmilka als Ausgangspunkte, da von dort eigentlich fast alle Wanderwege in einem Umkreis von maximal 20 Minuten Fahrzeit erreichbar sind. In der warmen Jahreszeit schlafen in unserem Auto, dem Minicamper, im Herbst und im Winter weichen wir gerne auch mal auf eine trockene und warme Unterkunft aus. Da wir gerne sehr spontan verreisen, buchen wir unsere Unterkünfte eigentlich immer über Airbnb. 

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