Malta ist meine Lieblingsinsel in Europa. Das erste Mal war ich 2004 auf Malta. Ich habe dort ein Jahr eine Schule besucht. Danach bin ich für Sprachreisen immer wiedergekommen. Jetzt fliege ich gemeinsam mit meinem Freund Thomas immer noch regelmäßig auf meine Lieblingsinsel. Hier habe ich meine Tipps zu Maltas Sehenswürdigkeiten, schöne Wanderungen und Erlebnissen in der Natur gesammelt.

Was kann ich in der Natur von Malta machen?

Die Landschaft der Inseln ist einzigartig und eine der Sehenswürdigkeiten Maltas für sich. Auf dem ganzen maltesischen Archipel gibt es keinen Wald, keinen Fluss und keinen See. Malta zählt sogar zu den trockensten Staaten der Erde. Die Natur ist trotzdem sehenswert. Das maltesische Archipel besteht aus drei bewohnten Inseln. Die Hauptinsel Malta ist die größte Insel mit dem Flughafen, dem Großteil der Einwohner und der Hauptstadt Valletta. Dazu kommt die kleine Schwesterinsel Gozo mit grünen Ackerflächen, steinzeitlichen Tempeln und Stränden. Den Abschluss macht die karge Insel Comino mit drei Einwohnern, einem High-Class Hotel und der wunderschönen Blauen Lagune.

Outdoor in Malta

Die Hauptinsel von Malta ist 28 km lang und an der schmalsten Stelle zwischen dem Freizeitpark Popeye Village und der Mellieha Bay nur 1 km breit. Entlang den Küsten der Insel findest du trotzdem eine vielfältige Mischung aus Wanderwegen, spannenden Naturlandschaften und einsamen Buchten. Ein Geheimtipp von uns ist die Wanderung von den steinzeitlichen Tempeln in Mnajdra entlang der Südküste von Malta zur Bucht in Ghar Lapsi. Die Strecke dauert keine Stunde, verbindet aber die Geschichte von Malta, die Natur und endet mit einer netten Bucht zum Schwimmen.

Ein anderer schöner Weg befindet sich in Mellieha, im Norden von Malta. Du startest hinter dem Mellieha Bay Hotel am Strand von Mellieha und spazierst bis zur Paradise Bay. Auf dem Weg kommst du zur Chapel of Immaculate Conception und von dort aus weiter zur Coral Lagoon. Eine Pause zum Schwimmen, Ausruhen und Essen kann man in der Armier Bay oder dem Ziel in der Paradise Bay einlegen.

Unterschätzte Orte auf Comino • Sehenswürdigkeiten Malta

Eine Umrundung der Insel Comino ist im Frühling und Herbst auch ein schöner Ausflug in der Natur. Im Sommer ist das Wetter dafür meiner Meinung nach zu heiß. Du gehst dabei von der Bootsanlegestelle an der Blauen Lagune zur Crystal Lagoon, zu einem verlassenen Isolations-Krankenhaus aus dem 2. Weltkrieg, dem St. Marys Tower aus dem Film „Der Graf von Monte Christo“, der Santa Marija Geschützbatterie und schlussendlich zum Santa Marija Strand. Der Santa Marija Strand ist noch eine Art Geheimtipp auf Comino. Der Großteil der Reisenden bleibt meistens direkt in der Blauen Lagune, nur wenige kommen zu dem Santa Marija Strand. Dort gibt es übrigens auch einen kleinen Campingplatz, falls du eine Nacht in der Natur auf Comino verbringen willst.

Tipp: Es fahren keine öffentlichen Boote nach Comino. Du musst eines der Ausflugsschiffe aus dem Marsamxett Harbour in Sliema oder der St. Paul´s Bay aus Malta oder Mgarr aus Gozo nehmen. Die Alternative dazu ist ein Comino Ferries Boot aus Cirkewwa nahe dem Labranda Riviera Hotel. Mit dem Schnellboot hast du am meisten Zeit auf Comino.

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Die ruhige Schwesterinsel Gozo

Gozo – maltesisch Għawdex – unterscheidet sich vollkommen von der dicht besiedelten Hauptinsel Malta. Ruhe, kleine gozotianische Farmhäuser und grüne Landschaften prägen die Insel. Klein ist auch ein richtig passender Name für Gozo. Du siehst von der Zitadelle in der Hauptstadt Victoria die gesamte Insel mit ihren Sehenswürdigkeiten, Dörfern und Attraktionen. Zu den Sehenswürdigkeiten auf Gozo zählte einmal eines der Wahrzeichen von Malta – das Azure Window. Nachdem das natürliche Felsentor an den Klippen von Dwejra in Game of Thrones aufgetaucht war, wurde es zu einem richtigen Besuchermagneten. Leider ist es 2017 nach einem Gewittersturm eingestürzt.

Heute ist der Inland Sea in Dwejra der Ausgangspunkt für Wanderungen durch den Osten von Gozo. Du kannst von dort zum Beispiel zum punischen Tempel in Wardija spazieren. Beliebt ist auch ein Spaziergang durch das Il-Lunzjata Tal. Es ist einer der grünsten Orte auf dem gesamtem maltesischen Archipel. Persönlich mögen wir auch den roten Sandstrand an der Ramla Bay. Von dort kannst du einen schönen Sparziergang hinauf zur Tal Mixta Cave machen. Der Ausblick aus der Höhle auf den Strand gehört zu den schönsten auf Malta. Nahe der Ramla Bay befindet sich auch der Eingang zur Calypso Cave. Der Legende nach ist es die Höhle, in der Odysseus während der Odysse 7 Jahre mit der Nymphe Calypso verbracht hat.

Tipp: Miete in Gozo einen Mietwagen oder ein Fahrrad. Du kannst die Insel sehr schlecht mit dem öffentlichen Verkehr erkunden, weil alle Buslinien zuerst nach Victoria fahren. Durch das Wechseln der Busse in Victoria verliert man viel Zeit.

Welche Sehenswürdigkeiten muss ich noch auf Malta sehen?

Ein Besuch in der Inselhauptstadt Valletta ist unserer Meinung nach ein Muss. Die Planstadt entstand vor 500 Jahren im Auftrag der Malteser-Ritter nach der osmanischen Belagerung von Malta. Valletta ist seitdem das kulturelle, politische und gesellschaftliche Zentrum auf dem maltesischen Archipel. Obwohl die Stadt nur knapp 5.000 Einwohner hat, ist es ein richtig vielfältiges Ausflugsziel. Die gesamte Altstadt von Valletta zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Besuche darin den Großmeisterpalast der Malteser, die prunkvolle St. John`s Co-Cathedral, die Upper Barrakka Gardens mit dem pünktlichen Kanonenschuss der Saluting Battery um 12:00 und den Bunker Lascaris War Rooms aus dem Zweiten Weltkrieg. Spaziere auf jeden Fall einmal durch die schmalen Gassen von Valletta, denke an die schönen maltesischen Balkone und denke an eine Fotoausrüstung. Die Gassen von Valletta sind sehr fotogen.

Tipp: Gutes maltesisches Essen findest du in Valletta im Restaurant Ta Nenu.

Die stille Stadt Mdina • Sehenswürdigkeiten Malta

Wir mögen auch Mdina sehr gerne. Das ist die alte Hauptstadt von Malta im Zentrum der Insel mit einer Geschichte bis weit zurück in das Römische Reich. Heute leben innerhalb der alten Stadtmauern von Mdina nur noch knapp mehr als 150 Menschen. Deswegen nennen sie die Einheimischen auch „die Stille Stadt“. Mdina ist aber alles andere als uninteressant. Spaziere durch die alte Festung, besuche Ausgrabungen einer Römischen Villa, die St. Paul`s Catacombs und das Wignacourt Museum. Empfehlenswert ist auch der Ausblick auf die Insel aus dem Fontanella Tea Garden bei einem Kaffee, Dessert oder anderen Gerichten.

Fischerdorf Marsaxlokk, Luzzu und St. Peter`s Pool

Einer unserer anderen Lieblingsorte ist der Hafen im Fischerdorf Marsaxlokk. Am kleinen Hafen stehen jede Menge von den farbenfrohen maltesischen Fischerbooten, Luzzus genannt. Die bunten Boote sind für uns eines der Nationalsymbole von Malta. Marsaxlokk ist auch der beste Ort um Fisch in Malta zu probieren. Am Hafen findest du einige gute Fischrestaurants. Falls du Zeit zum Wandern hast, dann spaziere rund 30 Minuten aus Marsaxlokk zum St. Peter´s Pool. Das ist ein natürlicher Felspool an der Westküste von Malta. Sprachreisende, Expats, Einheimische und Backpacker mögen den Pool sehr gerne.

Tipp: Hier ist unsere Sammlung mit 25 zusätzlichen Sehenswürdigkeiten in Malta, Gozo und Comino.

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Was muss ich für die Planung einer Reise nach Malta wissen?

  • Flugsuche: Es gibt nur einen Flughafen auf dem maltesischen Archipel. Der Airport Malta Luqa befindet sich rund 8 km außerhalb der Hauptstadt Valletta. Du erreichst von dort aus alle Orte auf der Hauptinsel Malta relativ einfach mit den öffentlichen Bussen. 
  • Hotels: Unsere Empfehlung für eine erste Reise nach Malta ist ein Hotel oder Airbnb zwischen Sliema und St. Julian`s. Du erreichst von dort aus alle Sehenswürdigkeiten sehr einfach. Falls du Natur magst, dann buche ein Farmhouse auf Gozo. Denke aber für eine mehrtägige Reise nach Gozo an ein Fahrrad oder einen Mietwagen.
  • Essen: Das maltesische Essen ist sehr üppig: Pizza mit Speck, Kartoffeln und viel Olivenöl ist ein Beispiel dafür. Du findest abgesehen davon einige Restaurants aus der italienischen und indischen Landesküche auf ganz Malta. Die interessantesten Orte zum Essen gibt es nahe der Spinola Bay. Dort ist auch das Nightlife Viertel Paceville.
  • Öffentlicher Verkehr: Kaufe dir eine Explore Card für die öffentlichen Verkehrsmittel. Einen Verkaufsstand gibt es direkt im Flughafen. Das zahlt sich ab einer zumindest viertägigen Reise aus.
  • Beste Reisezeit: Für Wanderungen, die Natur und Erlebnisse im Freien sind die Monate zwischen April und Juni und Ende September bis Oktober die beste Zeit. Für einen Strandurlaub ist die Zeit zwischen Juni und September ideal.

Muss ich sonst noch etwas wissen? • Sehenswürdigkeiten Malta

Malta ist ein kleiner Inselstaat. Aber keine Sorge, es gibt trotzdem genug zu tun auf dem ganzen Archipel. Du kannst Malta zusammen mit Gozo und Comino problemlos eine Woche lang ohne Langeweile erkunden. Dabei gibt es viele Möglichkeiten und Sehenswürdigkeiten abseits der typischen Orte, Strände und Städte. Für viele davon hatten wir hier noch gar keinen Platz: zum Beispiel die Tauchspots in Xlendi in Gozo, Wanderungen entlang den Victoria Lines oder einer Bootsfahrt zur Blauen Grotte.

Falls du dazu noch eine Frage hast, eigene Tipps oder Erfahrungen teilen möchtest, dann schreibe uns gerne unten in den Kommentaren oder hinterlasse eine Nachricht in unserem Blog.

Über die Autoren: Daria und Thomas entdecken zusammen die Welt aus unserer Heimatstadt Wien. Auf ihrem Blog Konpasu teilen sie ihre Erlebnisse und Tipps für Reisen. In die Insel Malta hat sich Daria besonders ganz besonders verliebt, nachdem sie dort ein Jahr zur Schule ging.

Literaturtipps für deine Reise nach Malta

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