Du wirst es kennen. Du stehst morgens auf, trinkst vielleicht einen Kaffee, frühstückst und schon geht der Alltag los. Manchmal fühlt man sich dabei unfokussiert und weiß gar nicht so richtig auf, was auf einen zukommt und was man von dem Tag zu erwarten hat. Man lebt einfach in den Tag hinein. So ziehen Tage, Monate und Jahre vorbei. Doch worauf freust du dich eigentlich? Was hat dich an dem Tag glücklich gemacht und wofür warst du dankbar? Um diese Fragen und den Alltag zu reflektieren, haben wir damit begonnen ein Journal zu schreiben. In diesem Artikel erklären wir dir einmal, was Journaling überhaupt ist. Was ist der Unterschied zum Tagebuch? Welche Vorteile bringt Journaling mit sich?

Der Unterschied zwischen Tagebuch und Journal 

Immer wenn es um das Thema Journaling geht, denken viele, dass es lediglich ein neumodisches Wort für ein Tagebuch ist. Gerade im deutschsprachigen Raum ist das Tagebuch schreiben leicht negativ besetzt und wird immer mit jungen Mädchen assoziiert. Weiterhin geht es beim Tagebuch schreiben auch oftmals darum, seine negativen Gedanken und tägliche Erlebnissen niederzuschreiben. Beim Journaling dagegen dreht es sich vielmehr um das innere Erleben, Emotionen und viel um Positivität. Wir nutzen beispielsweise ein Journal mit Impulsfragen und Anfangssätzen, welche die Gedanken auf das Innere richten. Wir sehen diese Fragen als wichtige Türöffner, um der Selbstreflexion freien Lauf lassen zu können.

Probier es gern einmal selbst aus. Unser Gehirn liebt es nämlich Impulsfragen zu beantworten oder angefangene Sätze zu vervollständigen. Zudem ist es zeitsparend und lässt sich dadurch super in den Alltag einbauen. Regelmäßiges Journaling soll Stück für Stück dabei helfen, besser zu reflektieren, neue Perspektiven zu entdecken und lösungsorientiert zu denken.

Das sind die Vorteile vom Journaling 

Miri nimmt sich Zeit für sich selbst

Jetzt da du weißt, was Journaling bedeutet, wollen wir dir einmal die Vorteile zeigen. Wir selbst schreiben unser Journal schon seit ungefähr einem Jahr und können uns gar nicht mehr vorstellen, ohne es den Alltag zu meistern.

Fotografieren auf Reisen

Reisen bedeutet Erleben. Erleben bedeutet Erinnerungen kreieren. Unsere Reiseerlebnisse halten wir am Liebsten mit unseren Kameras fest. Welche Fotoausrüstung bei uns immer mit dabei ist, haben wir hier für euch zusammengefasst!

Du kannst Meilensteine und tolle Momente festhalten 

Wenn wir dich jetzt fragen, was du letztes Jahr genau an dem heutigen Tag gemacht hast? Wahrscheinlich wirst du keine Ahnung haben. Das ist auch vollkommen normal. Beim Journaling ist der Vorteil, dass du jetzt dein Journal aufschlagen kannst. Du kannst nachsehen, was an diesem Tag anstand, wie du dich gefühlt hast und worauf du deinen Fokus gelegt hast. Wir nutzen das Journal auch um bestimme Meilensteine festzuhalten. Das erste Mal 2000 Besucher auf dem Blog im Monat, der erste Job als virtueller Assistent etc. Somit können wir ziemlich gut nachvollziehen, wie sich unsere Projekte über einen längeren Zeitraum entwickeln. Wir finden es wirklich unheimlich wichtig seine gesetzten Ziele regelmäßig zu überwachen und zu kontrollieren. Denn nur mit einer guten Struktur und stetiger Reflexion wird man seine Vorhaben in die Realität umsetzen können. 

Journaling fördert deine Kreativität 

Du wirst täglich dazu angehalten deinen Alltag und deine Gedanken zu reflektieren und verschiedenste Dinge niederzuschreiben. Man entwickelt dadurch ziemlich schnell eine Motivation, seine schriftlichen Ausführungen etwas zu gestalten. Das führt automatisch auch dazu, dass du kreativer wirst und deine Schreibweise zunehmend verbesserst. Ein einfaches „der Tag war schön und ich fühl mich toll“ wird dir nach ein paar Wochen nicht mehr ausreichen. 

Du nimmst dir Zeit für dich selbst 

Journaling immer und überall. Hier auf einer Dachterasse in Barcelona

Der Alltag kann manchmal ziemlich stressig sein. Du stehst auf, gehst zur Arbeit, musst anschließend einkaufen, hast vielleicht noch weitere Termine. Ehe du dich versiehst, ist der Tag schon wieder vorbei. Man nimmt sich viel zu selten Zeit für sich selbst. Journaling sorgt dafür, dass du diese Zeit bereits am Morgen findest. Das ist unheimlich wichtig, da du dich dadurch auch viel besser kennenlernst. 

Journaling hilft dir deine Ängste zu überwinden 

Da du generell dich und deinen Alltag reflektierst, beschäftigst du dich früher oder später auch mit deinen Ängsten. Gerade wenn du es schaffst kleine Fortschritte zu machen, wirst du es freudestrahlend in dein Journal schreiben. Durch dieses Glücksgefühl bist du noch motivierter an deiner Angst zu arbeiten. Oftmals ist die Problematik, dass man sich nicht ausreichend mit seinen Ängsten auseinandersetzt und diese auch nicht reflektiert. Dadurch gibt man sich selbst keine Chance etwas zu verbessern und seine Angst vielleicht sogar zu überwinden.

Du wirst motivierter 

Es ist ein wirklich gutes Gefühl seinen Tag in die eigene Hand zu nehmen und seinen Fokus festzulegen. Das sorgt dafür, dass man seine Vorhaben auch umsetzt. Dadurch wirst du zunehmend motivierter, da du täglich deine Fortschritte verfolgen kannst und siehst, welche Meilensteine du bereits erreicht hast. Durch die konstante Positivität der Anfangssätze und Impulsfragen wirst du dieses Gefühl auch stückweise in deinen Alltag integrieren. Dadurch wirst du dich auch deutlich motivierter fühlen. Du weißt, was du vom Tag erwarten kannst, was du vorhast und worauf du dich freust. Diese Tatsachen führen bei uns immer dazu, dass wir richtig motiviert in den Tag starten. 

Du wirst glücklicher 

All die bereits aufgeführten Punkte sorgen früher oder später auch dafür, dass du dich glücklicher fühlst. Wenn du dich regelmäßig reflektierst, kreativer wirst, deine Ängste schrittweise angehst und deine Ziele langsam erreichst, dann kommt auch das Glücksgefühl. Wenn man sich täglich darauf fokussiert morgens und abends positiv zu reflektieren, geschieht es automatisch, dass man beginnt deutlich positiver zu denken. Das führt dann natürlich ebenfalls dazu, dass du glücklicher wirst. Natürlich ist Journaling kein Allheilmittel. Es kann jedoch einen großen Einfluss auf deine Zufriedenheit und dein Glücksempfinden haben. 

Diese Journals nutzen wir 

An dieser Stelle müssen wir zugeben, dass wir unser Journal auf zwei unterschiedliche Arten schreiben. Während Miri ein Notizbuch verwendet und sich das Journal damit selbst gestaltet, greife ich auf das „Klarheit-Journal“ zurück. Das liegt daran, dass ich nicht ganz so ordentlich bin. Ein Notizbuch würde bei mir ziemlich schnell unordentlich aussehen. Die Struktur in unserem Journal besteht zum großen Teil aus den bereits erwähnten Anfangssätzen und Impulsfragen. Im „Klarheit-Journal“ gibt es zudem alle sieben Tage kleine Reflexionsübungen, welche dich zu weiteren tollen Erkenntnissen und Erfahrungen bringen sollen. 

Aufteilung des Journals in Impulsfragen

Diese Impulsfragen stehen in unserem Journal

Morgens:

  1. Worauf freust du dich heute? 
  2. Was ist dein Fokus für den Tag? 
  3. Wie möchtest du dabei sein? 

Abends: 

  1. Worüber hast du dich heute gefreut? 
  2. Was hast du gelernt oder erkannt? 
  3. Wofür bist du dankbar? 

Zusätzlich zu den Beispielfragen notieren wir uns jeden Tag noch zusätzliche, für uns interessante, Dinge. Wenn wir coole Fakten, ein schönes Zitat oder ein tolles Buch gesehen haben, dann schreiben wir uns das stets auf. Dadurch vergessen wir es nicht und selbst wenn, dann finden wir es ziemlich schnell wieder. Mittlerweile ist es für uns so wichtig geworden, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Viel zu oft lebt man gar nicht bewusst, sondern lässt die Zeit einfach verrinnen. 

Unser Podcast

Unsere Lieblingsbeschäftigung auf langen Roadtrips? Podcasts hören! Auf dem Outdoornomaden Podcast geht es um das Leben, unsere Selbstständigkeit, und die Fotografie. Eine große Portion Motivation gibt’s noch obendrauf!

Unser Fazit nach einem Jahr Journaling 

Das Klarheit Journal

Wir lieben es jeden Morgen unser Journal aufzuschlagen, unsere Gedanken niederzuschreiben und die Impulsfragen zu beantworten. Dadurch haben wir das Gefühl, dass wir nicht einfach nur in den Tag „stolpern“, sondern die Zeit in die eigene Hand nehmen können. Das steigert unsere Motivation und sorgt dafür, dass wir direkt in ein positives Mindset kommen. Wir beschreiben es auch gern als eine Art „Flow“. Man fühlt sich beflügelt und möchte direkt seinen Tag angehen. 

Zugegeben, wir schaffen es leider nicht jeden Morgen das Journal zu schreiben. Immer mal wieder kommt der Alltag dazwischen. Gerade bei Shootings zum Sonnenaufgang fällt es uns schwer bereits 4 Uhr morgens das Journal zu schreiben. Nichtsdestotrotz ist es einfach wichtig, dass man die Gewohnheit nicht aufgibt, nur weil man es ein paar Tage nicht schafft. Die positiven Auswirkungen sind spürbar. Daher ist die Motivation weiterhin sehr groß auch in Zukunft Journaling zu betreiben. Gerade wenn du Fokusprobleme hast und immer wieder dazu neigst etwas skeptisch oder pessimistisch zu sein, dann können wir dir wirklich empfehlen mit Journaling zu beginnen. 

Literaturtipps zum Thema Journaling

Hier findest du zwei gute Alternativen zum Klarheit-Journal:

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