Im vergangenen Jahr haben wir unser Wassersystem im Wohnmobil grundlegend überarbeitet. Hauptsächlich, weil wir entschieden haben, den Camper nicht mehr nur für sporadische Reisen, sondern tatsächlich als Lebensmittelpunkt zu nutzen. Damit war klar, dass dieser deutlich alltagstauglicher werden sollte. Das neue Wassersystem erfüllt dieses Kriterium. Inzwischen ist es zwei Jahre im Einsatz und wir sind nach wie vor sehr zufrieden. Verbaut haben wir konkret: 

  • Wassertank mit 75 l (reicht etwa 5–6 Tage)
  • Druckwasserpumpe
  • Wasserfilter aus Nanopartikel- und Aktivkohlefilter
  • Außendusche
  • Abwasserkanister mit 19 l

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Achtung: Dieser Blogartikel ist als eine Art Fortsetzung des Artikels „Fließend Wasser:  Wasserversorgung im Camper“ anzusehen. In diesem findest du neben Informationen zu unserem ersten Wassersystem eine Bauanleitung zu einem günstigen, aber sehr funktionalen Wassersystem für sporadisches Campen sowie alle Basics zum Thema Wasser im Camper. 

Planung & Konzeption – Wassersystem im Wohnmobil

Wassersysteme im Wohnmobil können auf so vielfältige Weise gestaltet werden, wie nur irgendwie vorstellbar. Der Entscheidungsspielraum beginnt bei der Wahl der Wasserpumpe, betrifft den Tank, die Verbraucher, die Wasservorräte und geeignete Installationsorte. Aufgrund der Vielfalt der Optionen ist es uns unmöglich eine Einbauanleitung zu schreiben, die auch nur ansatzweise alle denkbaren Szenarien umfasst. Wir möchten dir stattdessen einige Punkte an die Hand geben, welche Hilfe und Orientierung im Dschungel der Handlungsoptionen bieten können. Diese wesentlichen Entscheidungen umfassen: 

  • Installation einer Tauchpumpe oder Druckwasserpumpe (oder gar einer mechanischen Fußpumpe)?
  • Tanks oder Kanister?
  • Installation eines Trinkwasserfilters, ja oder nein?
  • Installation eines Warmwasserboilers, ja oder nein?
  • Installation einer Dusche / Außendusche, ja oder nein?

Doch in welchem Fall ist welche Installation „die Richtige“? Kurz vorab: Was für dich, richtig oder falsch ist, dabei können wir dir leider nicht helfen. Stattdessen möchten wir im Folgenden aber eine Übersicht geben, in welchem Fall wir welche Installation sinnvoll und empfehlenswert erachten. 

1. Sporadisches Campen vs. Vollzeit Vanlife / Überwintern im Wohnmobil:

Beim sporadischen Campen oder Wochenendausflügen würden wir klar zu einem Wassersystem mit Kanistern raten. Zu bedenken ist hierbei nämlich, dass die Frischwasserbehälter vor jeder längeren Nutzungspause gereinigt und trockengelegt werden müssen. Der Wartungsaufwand bei Kanistern ist deutlich geringer als bei Verwendung von Tanks. Außerdem sind beim sporadischen Campen nicht so große Wasservorräte vonnöten, wie in den anderen Szenarien. Urlaubscampern würden wir demnach ein Wassersystem, ähnlich unserem aus Teil 1 empfehlen, allen anderen eine Installation, ähnlich der unten beschriebenen. 

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2. Wassersystem für Campingplatz-Nutzer vs. Freisteher:

Wer längere Zeit freistehen möchte, braucht ausreichend Wasserreserven. Hierbei kommen Wasserkanister, selbst wenn sie in Reihe geschaltet wurden, schnell an Ihre Grenzen. Wie du deinen täglichen Wasserbedarf, und entsprechend die optimale Größe deines Frischwasservorrates berechnest, verraten wir im Kapitel 3 von Fließend Wasser: Wasserversorgung im Camper.

3. Trinkwasser aus dem Tank vs. Trinkwasser ist separat:

Wer das Wasser aus dem Tank bedenkenlos zum Kochen, Zähne putzen und Trinken verwenden möchte, braucht einen Trinkwasserfilter*. Diese Wasserfilter arbeiten jedoch nur mit ausreichend Druck. Eine Druckwasserpumpe ist dann die richtige Wahl. Wie du diese installierst, beschreiben wir im nächsten Kapitel.

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4. Dusche / Außendusche im Wohnmobil vs. Wohnmobil ohne Dusche: 

Wer kennt es nicht? Die Freude auf die Dusche des Campingplatzes, besonders nach einigen Tagen des Freistehens. Das geht auch anders, nämlich mit einer eigenen Dusche im Wohnmobil. Zugegeben, eine Dusche an Bord bietet einiges an Komfort, bringt aber auch Kompromisse mit sich. Sie nimmt reichlich Platz an Bord und die Installation ist vergleichsweise aufwendig. Wichtig ist, wer sich für eine Dusche im Wohnmobil entscheidet, braucht ein leistungsstarkes Wassersystem. Ein großer Wassertank, sowie eine Druckwasserpumpe sind hierfür notwendig.

5. Warmwasser im Wohnmobil?

Warmwasser im Wohnmobil würden wir eher als schönes Extra, statt als notwendige Ausstattung betrachten.

6. Budget-freundliches vs. High End Wassersystem im Wohnmobil

Tauchpumpen sind im Vergleich zu Druckwasserpumpen um ein Vielfaches günstiger und für die meisten Einsatzzwecke vollkommen ausreichend. Ein günstiges, aber sehr funktionales und schnell zu installierendes Wassersystem besteht demnach aus einer Tauchpumpe sowie Kanistern für Frisch- und Abwasser. Wie immer gibt es nach oben hin jedoch keine Grenzen. Wenn es gern etwas kostspieliger werden darf, empfehlen wir die Verwendung eines Wassertanks, einer Druckwasserpumpe und die Installation eines Wasserfilters. 

Schritt für Schritt: Wassersystem im Wohnmobil installieren

Ein Wassersystem im Wohnmobil zu installieren, ist gar nicht schwer. Im Folgenden zeigen wir dir, wie wir bei der Installation in unserem Camper vorgegangen sind, und was du beachten solltest. 

Einkaufsliste – Wassersystem im Wohnmobil

1. Tank vorbereiten

Der Einbau beginnt mit der Vorbereitung des Tanks. Bevor du diesen im Camper montierst, sollten die Durchführungen sowie die Tankbelüftung eingebaut werden. In der Regel reichen dafür zwei Tankdurchführungen, eine für die Wasserentnahme sowie eine für die Wasserzufuhr. 

Die Tankdurchführung zur Wasserentnahme wird meist weit unten, nahe dem Boden montiert. Da es an den Durchführungen allerdings auch schnell mal zu Undichtigkeiten kommen kann, können wir davon nur abraten. Empfehlenswert ist es stattdessen, auch die Tankdurchführung zur Wasserentnahme an der Oberseite des Tanks zu montieren. Klingt erstmal seltsam, funktioniert aber super: Ein Schlauch von der Innenseite der Durchführung zum Boden des Tanks sorgt dafür, dass der Tank dennoch restlos leergepumpt werden kann. Auch die Tankdurchführung zur Wasserzufuhr sollte an der Oberseite des Tanks montiert werden. Nur so kannst du die volle Kapazität deines Tanks ausnutzen. 

Achtung: Damit du den Tank füllen und leeren kannst, braucht dieser eine kleine Öffnung zum Druckausgleich. Dort muss Luft entweichen oder in den Tank einfließen können.

Systeme zur Frischwasserzufuhr

Vor der Montage der Tankdurchführung zur Wasserzufuhr musst du dich entscheiden, welches System zur Frischwasserzufuhr du in deinem Wohnmobil nutzen möchtest. Die drei gängigsten Optionen vergleichen wir im Folgenden: 

  1. Mittels Auffüllstutzen von der Außenseite
  2. Mittels Gardena-Schlauch + Kopplung bei geöffneter Hecktüre
  3. Mittels Schlauch oder Gießkanne durch den Tankdeckel

Vorteile Nachteile
AuffüllstutzenKomfortables Auffüllen von außenEs bedarf immer eines Schlauchs oder einer Gießkanne, sonst kann der Tank nicht befüllt werden Vergleichsweise aufwendigere Installation, bei der ein zusätzliches Loch in die Karosserie geschnitten werden muss
SchlauchanschlussEinfache Installation Ermöglicht komfortables Auffüllen die Hecktür muss zum Befüllen geöffnet bleiben
Durch den TankdeckelBezogen auf die Installation, die einfachste Variante
Tankdeckel muss gut zugänglich sein Beim Öffnen des Tankdeckels kann auch Staub und Schmutz in den Tank gelangen

2. Wassertank sichern

Wegen des hohen Gewichts ist eine sichere und stabile Verankerung des Tanks im Camper ungemein wichtig. Während Kurvenfahrten, Notbremsungen oder Buckelpisten wirken auf den Tank riesige Kräfte, die trotz vermeintlich sicherer Befestigung zum Losreißen des Wassertanks führen können. Eine sichere Montage ist beispielsweise mit Lochband* möglich. Dafür legst du das Lochband um den Tank und befestigst es mittels Nietmuttern an Holmen der Karosserie. Lochband ist sowohl unter dem Fahrzeug als auch im Inneren, die wohl beste und sicherste Art Befestigung. 

Praktischer Hinweis: Um die Nietmuttern* in die Holme zu setzen, benötigst du eine Nietmutternzange*. Das Handling mit der Nietmutternzange ist am Anfang nicht ganz einfach und erfordert oft ein kleines bisschen Übung. Wenn möglich, probierst du das Setzen der Nietmuttern zunächst an einem alten Stück Metall oder einer unauffälligen Stelle aus. 

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3. Druckwasserpumpe montieren

Nachdem der Tank vorbereitet und befestigt ist, geht es weiter mit der Pumpe: Der Einbauplatz für die Druckwasserpumpe sollte gut gewählt sein. Bezüglich der Einbaulage ist die Druckwasserpumpe recht unkompliziert, da du sie lageunabhängig verbauen kannst. Ob liegend oder hängend, ist dementsprechend egal. Wichtig ist jedoch eine einfache Zugänglichkeit und eine passende Entfernung zum Tank.

Zugänglichkeit: Deine Druckwasserpumpe verbaust du möglichst so, dass du auch nach der Montage noch relativ schnell herankommst. Auch wenn eine Druckwasserpumpe recht wartungsarm ist, werden ein paar Handgriffe doch immer wieder nötig: Wenn du den Vorfilter reinigen musst oder sich aufgrund der Vibrationen Anschlüsse gelöst haben, ist bei einfachem Zugang alles schnell erledigt. 

Entfernung zum Tank: Wenn sich in der Nähe deines Wassertanks kein geeigneter Platz für die Pumpe findet, stört das nicht. Laut Herstellerangaben können die meisten Druckwasserpumpen bis zu 6 Metern entfernt vom Wassertank verbaut werden.

4. Vorfilter an der Ansaugseite der Pumpe anschrauben

Nur durch Nutzung eines Vorfilters kann eine Druckwasserpumpe die oft gelobte, lange Lebensdauer erreichen. Der Vorfilter ist auch wichtig, um die Garantie der Pumpe zu erhalten. Bei einigen Pumpen ist der kleine Filter deshalb bereits im Lieferumfang enthalten. Auf keinen Fall solltest du auf ihn verzichten! Das Wasser auf Reisen enthält häufig Schwebstoffe, welche die Druckwasserpumpe sonst schnell beschädigen können. 

Die Installation des Vorfilters ist eigentlich kaum der Nennung wert. Der Filter verfügt über ein Gewinde, mit welchem der Filter auf der Ansaugseite der Druckwasserpumpe angeschraubt werden kann. Da auf diese Seite der Pumpe mit Unterdruck gearbeitet wird (Ansaugleistung durch die Bewegung der Membran der Pumpe) muss das Gewinde auch nicht eingedichtet werden. Eine handfeste Montage ist stattdessen vollkommen ausreichend. 

5. Schlauchverbindung vom Tank zum Vorfilter montieren

Nun wird es spannend: Die erste Leitung wird verlegt! Um die Leitung mit dem Vorfilter zu verbinden, wird eine 1/2 Zoll auf 10 mm Schlauchtülle* verwendet. Die 10 mm Seite besteht aus einer Steckverbindung. Wie alle Steckverbindungen, solltest du auch diese mit Schraubschellen* sichern.

Achtung: Achte unbedingt darauf, dass alle Schlauchleitungen* trinkwassergeeignet sind. Anderenfalls können sich giftige Stoffe, beispielsweise Weichmacher, aus den Leitungen lösen.

6. Akkumulatortank auf der „Ausgangsseite“ an Pumpe anschließen (falls benötigt)

Einige Druckwasserpumpen kommen oft nicht ohne einen Akkumulatortank* aus. Ein Akkumulatortank ist ein Ausgleichsbehälter, der dafür sorgt, dass deine Pumpe nicht bei jeder kleinsten Öffnung des Wasserhahnes anspringen muss. Wir persönlich würden jedoch von der Nutzung eines Akkumulatortanks abraten. Insbesondere, weil der Akkumulatortank oft ein Grund für Undichtigkeiten ist.

Möchtest oder kannst du nicht auf einen Akkumulatortank* verzichten, musst du diesen direkt auf der „Ausgangsseite“ an die Pumpe anschließen. Dafür steht ebenfalls an der Pumpe ein Schraubgewinde zur Verfügung. Da das gesamte Wassersystem auf der „Ausgangsseite“ der Pumpe unter hohem Druck steht, ist hier sorgfältiges Eindichten vonnöten. 

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7. Wasserleitungen zu den Verbrauchern installieren

Um alle Verbraucher anzuschließen, müssen die Wasserleitungen in der Regel aufgezweigt werden. Das ist beispielsweise der Fall, wenn du sowohl Warm- als auch Kaltwasser, gefiltertes wie ungefiltertes Wasser, oder sowohl Waschbecken als auch Dusche anschließen möchtest. Dafür verwendest du T-Stücke*. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den T-Stücken aus Plastik gemacht. Im Vergleich zu den T-Stücken aus Messing hatten wir deutlich weniger Brüche. Auch Undichtigkeiten trafen deutlich seltener auf. 

Beachte, dass die Verbindungen nach Pumpenausgang aufgrund des herrschenden Überdrucks schnell für Undichtigkeiten im Wassersystem sorgen. Während es bei Steckverbindungen ausreichend ist, diese mit Schraubschellen zu sichern, ist das Dichten von Schraubverbindungen  aufwendiger. Zum Dichten von Schraubverbindungen kannst du Teflonband* oder Hanf* verwenden. Beide Materialien dichten allerdings beim vorherrschenden Druck und vor allem bei Vibrationsbewegungen nicht besonders zuverlässig. Das vollständige Abdichten des Wassersystems wird dadurch schnell zu einer frustrierenden Tätigkeit. Wir empfehlen daher, auf den Dichtungskleber Loctite* aus dem Profibedarf zurückzugreifen. Loctite ist super einfach in der Verwendung und dichtet schnell und zuverlässig, trotz stetiger Erschütterungen und Vibrationen durch Pumpe und Fahrt. 

Gut zu wissen: Obwohl Loctite* super zuverlässig dichtet, ist der Anschluss nicht „bis in alle Ewigkeit“ festgeklebt. Tatsächlich ist das Lösen von Verbindungen sogar sehr leicht möglich! Du kannst damit rechnen, zum Lösen kaum mehr Kraft zu benötigen, als du beim Festziehen verwendet hast. 

8. Schläuche an Verbraucher anschließen

Für den Anschluss von Wasserhahn, Dusch-Armatur und anderen Verbrauchern werden Schlauchtüllen mit 1/2 Zoll Außengewinde-Anschluss* und 10 mm Schlauchanschluss* benötigt. Die richtige Größe hast du gewählt, wenn die Wasserleitung im kalten Zustand nur schwer auf den Stutzen passt. Dadurch wird gewährleistet, dass dieser nicht einfach abreißt, sobald etwas Zug auf dem Anschluss ist. Zum Montieren erwärmst du den PVC-Schlauch mit dem Heißluftfön*, bis er 5weich wird. Anschließend schiebst du diesen bis zum Anschlag auf den Stutzen. Zusätzlich wird der Anschluss an der Schlauchtülle durch eine Ringschelle* gesichert. 

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9. Pumpe an den Strom anschließen

Mit einer Sicherung wird der Stromkreislauf vor Überlastung geschützt. Dafür musst du in den Sicherungshalter im Elektrikkasten, die Sicherung deiner Pumpe einstecken. Da Druckwasserpumpen generell recht viel Strom benötigen, solltest du beim Verlegen der Kabel auch auf einen ausreichenden Kabelquerschnitt achten. Um Hitzeentwicklung und Leistungsverluste zu vermeiden, empfehlen wir dir Kabel mit mindestens 2,5mm2 Querschnitt*. Auch solltest du nicht auf einen Schalter im Pumpen-Stromkreislauf verzichten. Mit diesem kannst du die Pumpe vom Stromnetz trennen und so sicherstellen, dass sie bei Undichtigkeiten nicht unbemerkt deinen Camper überschwemmt. 

Wenn du dir nicht sicher bist, wie du die Pumpe korrekt an die Camper-Elektrik anschließt, können wir dir unseren ausführlichen Blogartikel rund um die 12V Elektrik Installation im Camper empfehlen!

Fazit – Wassersystem im Wohnmobil 

Ein Wassersystem im Wohnmobil zu installieren, ist gar nicht so schwierig. Komplexer ist da eher die Planungsphase, in welcher zahlreiche Entscheidungen darauf warten, getroffen zu werden. Das hier vorgestellte Wassersystem ist schon eher zu den High-End-Systemen zu zählen. Dank einer leistungsstarken Druckwasserpumpe* kann es einfach um weitere Verbraucher, beispielsweise einen Warmwasserboiler*, ergänzt werden. Oftmals reicht aber auch ein weniger umfangreiches Wassersystem im Wohnmobil. Gerade für Gelegenheitscamper oder Urlaubs-Vanreisende empfehlen wir stattdessen ein Wassersystem mit Tauchpumpe* und Wasserkanistern, wie im Blogartikel Fließend Wasser – Wasserversorgung im Camper beschrieben. 

Hast du Fragen oder Anregungen rund um das Thema Wassersystem im Wohnmobil? Dann lass uns doch gern einen Kommentar unter diesem Artikel da. Wir freuen uns, von dir zu lesen! 

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Literaturtipps zur Wasserversorgung im Camper

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hey ihr beiden,

    erstmal ein Lob an euch. Ich finde euren Bog sehr gut gemacht und vor allem auch sehr hilfreich.

    Meine Freundin und ich wollen uns demnächst auch einen Van ausbauen und hadern noch so ein bisschen mit dem Thema Wasser. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob wir warmes Wasser brauchen oder nicht. Deswegen meine Frage an euch: Braucht man warmes Wasser im Van, bzw. wie denkt ihr darüber? Wie ich so herausgelesen habe, habt ihr selber kein warmes Wasser im Van. Was waren damit so eure Erfahrungen und in welchen Situationen habt ihr warmes Wasser vielleicht doch vermisst?

    Vielen Dank auf jeden Fall schonmal und macht weiter so 🙂

    Viele Grüße Fabi

    Antworten
    • Hallo Fabi,

      Danke für dein Lob und schön, dass du auf unseren Blog gefunden hast! 🙂
      Beim Thema Warmwasser im Camper spalten sich die Meinungen, ob es wirklich notwendig ist oder nicht.
      Wir betrachten es beispielsweise als Nice-to-Have, aber nicht zwingend notwendig.
      Wie immer kann man so eine Frage pauschal leider nicht beantworten, da hier viele Faktoren mit reinspielen:
      -Wie lange möchtet ihr verreisen?
      -Wollt ihr ggf. sogar dauerhaft (und somit auch im Winter) unterwegs sein?
      -Möchtet ihr auch kühlere Regionen bereisen?
      -Welches Budget habt ihr für die Wasserinstallation eingeplant?
      -Wie sieht euer Stromsetup aus?
      -Möchtet ihr frei stehen, oder hauptsächlich auf Campingplätzen übernachten?

      Wir hoffen, dir mit diesen Fragen bei deiner Entscheidung ein bisschen weitergeholfen zu haben!

      Liebe Grüße

      Antworten

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