Das Herzstück deiner Camper-Elektrik ist die Zusatzbatterie, welche umgangssprachlich auch Aufbaubatterie, Bordbatterie oder Zweitbatterie genannt wird. All diese Begriffe meinen tatsächlich Ein und Dasselbe. Doch wieso überhaupt eine zusätzliche Batterie im Wohnmobil einbauen? Auf dem Weg zur passenden Zusatzbatterie gibt es einiges zu beachten. Welchen Strombedarf hast du? Welchen Anforderungen soll deine Wohnmobil Batterie gerecht werden? Zu Anfang häufen sich die Fragen geradezu, weshalb wir dich in diesem Artikel möglichst anschaulich durch die Berechnung deines Strombedarfs im Camper führen. Wir nehmen dich Schritt für Schritt mit durch den Dschungel der Begriffe und Zahlen rund um die perfekte Wohnmobil Batterie. 

Aufgeregt? Wir auch! Los geht’s! 

Wohnmobil Batterie • Deshalb ist sie so wichtig

Um zu erklären wieso eine Zweitbatterie im Campervan so wichtig ist, bedarf es keiner großen Ausschweifungen. Die Antwort auf diese Frage ist nämlich denkbar simpel! Denn bei der bereits in deinem Wagen verbauten Starterbatterie (meist im Motorraum) handelt es sich schlichtweg um eine für die Verbraucherversorgung ungeeignete Wohnmobil Batterie. Um also Laptop, Radio oder Küchengeräte im Wohnmobil nutzen zu können, ohne zukünftig auf ein zuverlässiges Anspringen deines Campers verzichten zu müssen, hilft nur eins: Hol dir eine gute Zusatzbatterie für deinen Camper! Interessiert dich das Thema näher? Yippie, das freut uns sehr! Hier folgt die ausführliche Erklärung für all diejenigen, die wie wir, immer alles ganz genau wissen möchten.

Reden wir zunächst einmal über die Starterbatterie. Diese versorgt den Anlasser, der für kurze Zeit (beim Starten des Autos) sehr hohe Strommengen aus der Batterie zieht. Darüber hinaus werden auch kleinere Verbraucher wie Licht und Radio über die Starterbatterie betrieben. Allerdings nur so lange, wie der Motor nicht läuft! Sobald dieser nämlich vom Anlasser angeworfen wurde, übernimmt die Lichtmaschine die Versorgung der Verbraucher und aus der Starterbatterie wird kein Strom mehr entnommen. Aus diesem Grund ist die Starterbatterie darauf ausgelegt für kurze Zeit große Strommengen zu liefern. Sie hat einen sogenannten „flachen Zyklus“. Grundsätzlich sind diese Batterien darauf ausgelegt sich wenig zu entladen, bestenfalls um maximal 20%! 

Für die Versorgung unserer Elektrogeräte wiederum, haben wir ganz andere Anforderungen. Wir möchten unsere Geräte betreiben können, selbst wenn nicht sowieso gerade die Sonne scheint oder wir an den Landstrom angeschlossen sind. Daher benötigst du eine zusätzliche Wohnmobil Batterie, die tiefer entladen werden kann, also einen „tiefen Zyklus“ hat. Batterien mit tiefen Zyklen können über viele Stunden hinweg Strom an deine Verbraucher abgeben, ohne dass dadurch ihre Lebensdauer drastisch verkürzt wird.

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Wohnmobil Batterie – Unsere Empfehlungen für die Zusatzbatterie

Keine Lust den gesamten Text zu lesen? Kein Problem, denn für diesen Fall haben wir dir hier eine kleine Liste mit passenden Batterien für das Wohnmobil zusammengestellt, basierend auf unseren Erfahrungen. Aber aufgepasst, die perfekte Zusatzbatterie für deinen Camper zu finden, ist ein sehr individuelles Unterfangen! Unsere Empfehlungen orientieren sich lediglich an unseren Erfahrungen und treffen entsprechend nicht eins zu eins auf dich und deinen Camper zu. Wie du die richtige Batteriegröße selbst berechnest und welche Arten von Aufbaubatterien es grundsätzlich gibt, kannst du jedoch weiter unten im Text lernen! Somit lässt sich ziemlich sicher das für dich passende Modell finden. 🙂

  • AGM Wohnmobil Batterie mit 80Ah*: Sporadisches Campen & Wochenend-Roadtrips. Reicht für den Kühlschrank, das Licht und das Laden deiner Kamera- bzw. Handy Akkus.
  • AGM Wohnmobil Batterie mit 150Ah*: Längere Roadtrips (mehrere Tage-Wochen), teilweise autark. Reicht für den Kühlschrank, das Licht sowie das Laden von Kameras, Handys, Laptops & Co. 
  • AGM Wohnmobil Batterie mit mindestens 230 Ah*: Autarkes Stehen und Roadtrips über längere Zeiträume (Wochen-Monate). Reicht für den Kühlschrank, Licht, das intensive Arbeiten am Laptop, dem Laden der Geräte sowie dem Betreiben eines kleinen Wechselrichters.
  • LiFePo4 Wohnmobil Batterie mit mindestens 150Ah*: Lange Roadtrips, autarkes Stehen oder Leben im Camper bei gleichzeitig sehr hohem Strombedarf. Reicht für alle vorher genannten Szenarien plus dem Betreiben eines leistungsstarken Wechselrichters aus.
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Strombedarf im Wohnmobil – So errechnest du deinen Strombedarf!

Damit du wirklich autark unterwegs sein kannst, ohne dass dir zwischendrin der Strom ausgeht, solltest du dir zu Anfang deiner Elektrik-Planung Gedanken über die benötigte Kapazität deiner Wohnmobil Batterie machen. Grundsätzlich ist das ganz einfach. Je mehr Geräte (Verbraucher) du mit deiner Batterie im Wohnmobil betreiben möchtest, umso größer muss die Aufbaubatterie natürlich sein. Entsprechend scheint es vielleicht am einfachsten, einfach eine richtig große Zusatzbatterie zu kaufen. Leider sind Wohnmobil Batterien jedoch alles andere als günstig. Eine gute LiFePo4 Batterie mit 200Ah beispielsweise, schlägt mit über 2000€ schon ganz schön zu Buche. Um den Geldbeutel zu schonen, solltest du daher zunächst einmal deinen Bedarf an Strom genau durchrechnen. Überlege dir, welche Stromverbraucher du in deinem Wohnmobil nutzen wirst. Als Gedankenstütze, wo sich die Stromfresser in deinem Wohnmobil überall verstecken, kannst du gern die untenstehende Liste verwenden.

Verbraucher: 

  • Licht (Küche, Sitzecke, Leselampe, etc.)
  • Kühlschrank
  • Wasserpumpe
  • Ventilator (Küche, Toilette, Bad)
  • Heizung & Warmwasserboiler
  • Netzteile (Computer, Handy, Tablet, Kamera, Musikbox, …)
  • Mixer, Kaffeemaschine

Eine Beispielrechnung

Auf jedem Gerät findest du eine Angabe über die benötigten Watt (W). Notiere dir diese Zahlen, untereinander, so wie im Beispiel:

VerbraucherWattAmpereNutzung in h je TagAmperestunden
Licht (5 LEDS)6
Kühlschrank37
Wasserpumpe72
2x MacBook Pro120
2x Handy24

Im nächsten Schritt berechnest du die benötigten Ampere. Anhand folgender Formel, ist auch das schnell gemacht: A = W / V. Für alle 12V-Verbraucher teilst du also durch 12, für alle 230V-Verbraucher wiederum (meist Kaffeemaschine, Mixer & Co.) wird durch 230 geteilt.

VerbraucherWattAmpereNutzung in h je TagAmperestunden
Licht (5 LEDS)60,5
Kühlschrank373,1
Wasserpumpe726
2x MacBook Pro12010
2x Handy242

Fast fertig! Ergänze in der Tabelle nun noch, wie viele Stunden pro Tag du die jeweiligen Geräte an den Strom anschließen wirst. Falls du dir unsicher bist, runde lieber etwas auf. Bei uns sieht das etwa so aus: 

VerbraucherWattAmpereNutzung in h je TagAmperestunden
Licht (5 LEDS)60,55
Kühlschrank373,124
Wasserpumpe7260,5
2x MacBook Pro120108
2x Handy2428

Multiplizierst du nun die Ampere mit der Nutzungsdauer, ergeben sich die für die jeweiligen Geräte benötigten Amperestunden (Ah). Prima, nun kannst du dich endlich auf die Suche nach einer geeigneten Batterie machen! 

Hier einmal unser Ergebnis:

VerbraucherWattAmpereNutzung in h je TagAmperestunden
Licht (5 LEDS)60,552,5
Kühlschrank373,12474,4
Wasserpumpe7260,53
2x MacBook Pro12010880
2x Handy242816

____________________

= 175,9 Ah

Nach unserer jetzigen Berechnung benötigen wir also ganze 175,9 Amperestunden pro Tag! Puh, ganz schön viel! Da wir auch ohne Lademöglichkeit für unsere Zusatzbatterie im Camper mindestens einen Tag Stromreserven haben möchten, fallen die gängigsten Aufbaubatterien, mit Größen um die 100-150Ah, bereits raus aus unserer Suche.

Batterietypen • Die wichtigsten Vor- & Nachteile

Was den Strombedarf angeht, sollte nun alles geklärt sein. Doch welche Zusatzbatterie soll es letztlich werden für den Camper? Denn aufgepasst, nicht nur leistungs- sondern auch preistechnisch unterscheiden sich die jeweiligen Batterietypen sehr deutlich voneinander.

Nassbatterie (Blei-Säure)

Bei der Nassbatterie handelt es sich um eine der preiswertesten Batterie-Modelle. Auf der anderen Seite ist dieser Batterietyp jedoch nicht ganz so „pflegeleicht“ wie ihre Konkurrenz. Als Zusatzbatterie für den Camper ist die Nassbatterie letztlich durch ihre zahlreichen Nachteile eher bedingt geeignet. 

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Vorteile

  • Preiswert

Nachteile

  • teilweise Wartungsintensiv: der Säurestand mancher Batterien muss regelmäßig geprüft werden
  • Ausgasung: während der Verwendung entstehen Gase in der Batterie, welche aus dem Wohnmobil geleitet werden müssen
  • Nicht Auslaufsicher: Säure kann auslaufen
  • Nur bis ca. 50% entladbar und wenig zyklensicher; du brauchst daher eine Batterie, die das Doppelte der von dir gewünschten Kapazität bringt

Blei-Gel Batterien

Bei Blei-Gel Batterien ist das Elektrolyt in einem Gel gebunden, wodurch diese Batterien auslaufsicher und oft wartungsfrei sind. Verglichen mit den Blei-Säure-Batterien, ist dieser Batterietyp allerdings deutlich schwerer und zudem recht empfindlich was tiefe Temperaturen angeht. 

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Vorteile

  • Fast wartungsfrei
  • Auslaufsicher
  • Verträgt auch mal tiefere Entladungen, solange die Batterie danach zügig wieder aufgeladen wird

Nachteile

  • Hohes Gewicht
  • Nur bis ca. 60 % entladbar 
  • Verträgt die Entnahme hoher Ströme schlecht (aufpassen bei großen Wechselrichtern)
  • Verträgt tiefe Temperaturen schlecht 

AGM (Absorbant Glas Mat)

Wir haben uns für eine AGM Zusatzbatterie für unseren Camper entschieden, da diese für uns einfach das beste Preis-Leistungsverhältnis bot. Die AGM-Technik ist eine Kombination der beiden oben genannten Batterie-Typen. Aufgrund dessen, dass das Elektrolyt sich hier in einem Glasflies befindet, sind die Batterien in der Lage, in kurzer Zeit hohe Ströme abzugeben. Ähnlich also wie bei der Nassbatterie! Diese Eigenschaft ist wiederum gut für den Betrieb von leistungsstarken Wechselrichtern. Noch dazu sind sie auslaufsicher und deutlich robuster gegenüber Tiefenentladungen (wie auch bei den Gel-Batterien). Ein AGM Batterie Modell, welches dem von uns verbauten ähnlich ist, findest du hier:  

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Vorteile

  • Wartungsfrei
  • Auslaufsicher
  • Geringe Selbstentladung
  • Meist hohe Lebensdauer
  • Kürzere Absorptionszeit als die vorherigen Typen
  • Verträgt die Entnahme hoher Ströme gut
  • Verträgt Tiefenentladung besser als Nassbatterie

Nachteile

  • Nur bis ca. 70% entladbar

Lithium Technologie (LiFePo4)

Diese Batterie ist mit großem Abstand die am besten geeignete Wohnmobil Batterie. Klein, leicht, super schnell geladen und unempfindlich gegen Tiefenentladung. Ein Technologie die begeistert, wenn da nur nicht der ebenso beeindruckende Preis zu beachten wäre… Während die Kosten für eine AGM Zusatzbatterie mit 100Ah nämlich bei etwa 100€ liegen, zahlt man für selbige Batterie mit Lithium-Technologie etwa 1000€. 

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Vorteile

  • Wartungsfrei
  • Keine Selbstentladung
  • Tiefenentladung unproblematisch: vollständig entladbar
  • Klein und leicht
  • Auslaufsicher
  • Laden sehr schnell

Nachteile

  • sehr teuer (!)
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Nassbatterie, AGM oder Lithium • Welche Wohnmobil Batterie ist die Richtige für dich?

Während viele Camper seit Jahren mit ihrer Nassbatterie zufrieden sind, haben andere gleich mehrere Lithium-Akkus verbaut. Welche Batterie letztlich also für dich und deinen Camper der passende ist, hängt also ganz deutlich von deinem Reiseverhalten und Strombedarf ab. Denn je nachdem ob im Camper jeden Tag Thermomix und Fernseher laufen, oder eben auf derartige Stromfresser verzichtet wird, kommt es zu teils großen Abweichungen hinsichtlich des täglichen Stromverbrauchs. Entsprechend gibt es bei der Auswahl der richtigen Zusatzbatterie einige Punkte, die bedacht und in Erwägung gezogen werden sollten. Damit du dich ganz leicht durch den Technik-Dschungel findest, haben wir die wichtigsten Fragen hier einmal zusammengestellt. 

1. Wie hoch ist dein Stromverbrauch? Bist du auf hohe Ladeströme angewiesen (Wechselrichterbetrieb)?

Möchtest du einen leistungsstarken Wechselrichter verbauen, greifst du am besten zu einer AGM- oder Lithium-Batterie. Diese vertragen nicht nur die Entnahme hoher Ströme gut, sondern haben auch grundsätzlich genügend Power um dem Wechselrichter-Betrieb gut standzuhalten. Reicht dir ein 12V-Anschluss ohne Wechselrichter und bist du eher sparsam im Stromverbrauch, ist vielleicht die günstigere Gelbatterie ebenso gut als Wohnmobil Batterie für dich geeignet.

2.Wie groß ist dein Budget?

Ganz klar, die LiFePo4-Batterien sind nicht für den kleinen Geldbeutel geeignet. Zwar lohnen sie sich aufgrund ihrer hohen Lebensdauer langfristig eher als die Bleibatterien, oftmals passen die Lithium-Batterien anfangs aber einfach nicht ins Budget. Suchst du eine kurz- bis mittelfristige Lösung, bist du mit den Bleibatterien am besten beraten. Das beste Preis-Leistungsverhältnis hat dabei definitiv die AGM-Batterie, welche zwar minimal teurer als die anderen Blei-Technologien ist, dafür aber zahlreiche Vorteile bietet. 

Für den Einsatz im Camper ist langfristig die Lithium-Batterie am lohnenswertesten. Dank ihrer hohen Lebensdauer (über 10, teilweise bis 20 Jahre bei täglichem Einsatz) ist sie den Blei-Batterien weit überlegen. Unter Berücksichtigung der sich summierenden Kosten für einen stetigen Neukauf von Blei-Batterien innerhalb dieser Zeitspanne, erscheint die Lithium-Batterie letzten Endes auch doch gar nicht mehr so teuer.

3. Möchtest du auch im Winter campen? 

Einige Batterien kommen weniger gut mit kalten Temperaturen klar als andere. Entsprechend gibt es hier einiges zu bedenken wenn du ganzjährig in deinem Wohnmobil leben möchtest oder viel im Winter campen willst. Von einer Gel-Batterie ist in diesem Fall abzuraten. Wichtig zu erwähnen ist allerdings, dass nicht nur die Gel-Batterie von Kapazitätsverlusten und Spannungseinbußen bei kalten Temperaturen betroffen ist. Vielmehr handelt es sich hierbei um ein generelles Problem der Batterietechnik. 

4.Wie viel Platz hast du in deinem Wohnmobil? Wie viel Zuladung verträgt dein Camper?

Bleibatterien sind ziemlich groß und schwer. Da im Camper jedoch grundsätzlich nicht viel Platz ist, sind Lithium-Akkus die optimale Lösung. Diese sind nämlich bei gleicher Kapazität (die sich im Gegensatz zu Blei-Batterien auch voll ausnutzen lässt), meist nur halb so groß und schwer. Gerade wenn dein Camper eh schon nahe an der zulässigen Gesamtmasse kratzt, machen bei einer 230Ah Zusatzbatterie 40kg mehr oder weniger einen entscheidenden Unterschied. 

5.Wie und wie oft wird die Wohnmobil Batterie geladen?

Abhängig davon wie regelmäßig du die Zusatzbatterie in deinem Camper lädst, kannst du zwischen einer günstigeren Batterie mit niedrigerem Zyklus (z.B. Nassbatterie) oder einer High-End Batterie mit tiefem Zyklus, wie zum Beispiel der Lithium-Batterie wählen. Möchtest du deine Wohnmobil Batterie über Solarstrom und die Lichtmaschine laden? Bleibst du vielleicht sogar generell selten mehr als 1-2 Tage an einem Ort? Dann reicht eine Nass- oder Gelbatterie für dich eventuell vollkommen aus. Möchtest du allerdings ganzjährig mit deinem Camper unterwegs sein und auch in wenig sonnigen Gebieten für mehrere Tage autark stehen, brauchst du eine deutlich leistungsstärkere Zusatzbatterie mit tiefem Zyklus im Camper. Wahrscheinlich wirst du in diesem Fall um eine Lithium-Batterie nicht herumkommen! 

Was du noch über Wohnmobil Batterien wissen solltest!

Wow, schon eine ganze Menge, die du bei der Auswahl deiner Wohnmobil Batterie beachten musst, oder? Damit beim Kauf auch garantiert nichts schief gehen kann, haben wir hier nochmal die wichtigsten Begriffe und Kennzahlen zusammengesammelt.

Die Kapazität einer Batterie

Die Kapazität einer Batterie sagt aus, wie viel Strom diese liefern kann. Diese Kenngröße wird in Amperestunden angegeben. Die Berechnung der für dich notwendigen Amperestunden deiner Batterie, haben wir bereits ganz am Anfang geklärt. 

Achtung: Nicht jede Batterie kann bis zur vollständigen Entladung genutzt werden. Vor allem Blei-Batterien wie die Nassbatterie, Gel- und AGM-Batterie sollten je nach Typ nur bis etwa 50-70% entladen werden! Falls du dich für eine Blei-Batterie als Wohnmobil Batterie entschieden hast, musst du die Kapazität deiner Batterie natürlich entsprechend größer wählen! 

Ladeschlussspannung

Die Ladeschlusspannung ist die Spannung, die während des Ladevorgangs nicht überschritten werden darf. Diese liegt meistens zwischen 14.4 und 14,7 Volt. Gel-, AGM- und Lithium-Batterien reagieren bei Überschreiten dieser Spannung besonders empfindlich uFnd können langfristig geschädigt werden. Daher solltest du dies bei der Auswahl deiner Batterie-Ladegeräte unbedingt beachten. 

Entladeschlussspannung

Die Entladeschlussspannung ist die Spannung, ab der die Batterie nicht weiter entladen werden sollte. Andernfalls würde es zu einer Tiefenentladung kommen, was bei Bleibatterien zu einer drastischen Verkürzung der Lebensdauer führen kann. Die Entladeschlussspannung ist bei diesen Batterien ab etwa 10,5 bis 11,8V erreicht – je nach Außentemperatur und Batterietyp. 

Häufige Fragen zum Thema Wohnmobil Batterie

Was ist die beste Zusatzbatterie für deinen Camper? 

Welche die beste Batterie für dein Wohnmobil ist, hängt insbesondere von deinem Stromverbrauch und deinem Reiseverhalten und Nutzungsverhalten ab.
Das Preis-Leistungsverhältnis ist unserer Meinung nach derzeit bei AGM Batterien am besten.


Wie lange hält eine Wohnmobil Batterie?

Wie lange die Zusatzbatterie in deinem Camper dich mit Strom versorgt hängt, genau wie die allgemeine Lebensdauer der Wohnmobil Batterie, von deinem Stromverbrauch und von deinem Reise- und Nutzungsverhalten ab. Die längste Lebensdauer haben jedoch Wohnmobil Batterien mit Lithiumtechnologie. Diese Batterien kannst du im Schnitt ca. 10 Jahre nutzen.


Brauche ich eine zusätzliche Aufbaubatterie im Wohnmobil?

Wenn du autark unterwegs sein möchtest, ohne dass dir zwischendrin der Strom ausgeht, solltest du dich zusätzlich zu einem stabilen Strom-Setup für eine Wohnmobil Batterie mit ausreichender Kapazität entscheiden. Wie genau du deinen Stromverbrauch errechnest und dementsprechend die richtige Batterie auswählst, erfährst du hier.
So errechnest du deinen Strombedarf


Wie lange hält eine AGM Batterie im Wohnmobil?

Je nach Reise- und Nutzungsverhalten kann die AGM Batterie ca. 5 bis 6 Jahre als Wohnmobil Batterie verwendet werden.


Wie lange hält eine Gelbatterie im Wohnmobil?

Je nach Hersteller geht man von 500-1000 Ladezyklen aus. Das entspricht je nach Reise- und Nutzungsverhalten etwa 4 bis 6 Jahren Nutzung als Wohnmobil Batterie.


Wie lange hält eine Lithiumbatterie im Wohnmobil?

Ein klarer Vorteil der LiFePo4 Batterien ist ihre deutlich längere Lebensdauer im Vergleich zu anderen Batterietypen. Abhängig vom Nutzerverhalten beträgt die durchschnittliche Lebensdauer einer Lithiumbatterie immerhin 10 Jahre, teilweise sogar noch länger!


Wie wird die Zusatzbatterie im Wohnmobil geladen?

Um die Wohnmobil Batterie aufzuladen gibt es drei Möglichkeiten.
1. Das Laden während der Fahrt. Hierbei wird die Zusatzbatterie in deinem Camper über die Lichtmaschine geladen. Notwendig hierfür ist ein Ladebooster oder Trennrelais.
2. Das Laden über Landstrom, beispielsweise auf einem Campingplatz.
3. Über eine Solaranlage, welche du beispielsweise auf dem Dach deines Campers montieren kannst.


Wird die Aufbaubatterie im Wohnmobil während der Fahrt geladen?

Die Zusatzbatterie in deinem Camper kann während der Fahrt über die Lichtmaschine laden. Hierfür benötigst du allerdings einen sogenannten Ladebooster oder eine Trennrelais.

Literaturtipps zum Thema Kastenwagen Ausbau

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7 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Heinz Schrimpf
    6. April 2022 12:53

    Wer diese beschreibenden Erklärungen nicht versteht, sollte nicht über Diy nachdenken. Ich bin dabei, mein WoMo mit Wechselrichter und neuen Aufbaubatterien zu ergänzen. Diese Seite hat mir viel Diskussion mit meiner Partnerin erspart! Hervorragend und vielen Dank

    Antworten
  • Hallo ihr beiden! Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr euch bei dem Strombedarf ein wenig verrechnet habt:
    Der Kühlschrank nutzt ja nie durchgängig 37 Watt, sondern nur im Kühlzyklus. Fällt die Temperatur unter einem bestimmten Wert, startet der Zyklus erneut.

    Daher seid ihr sicherlich ein wenig zu überdimensioniert, was ja auch nicht schlimm ist.

    Antworten
    • Outdoornomaden
      13. Juli 2022 10:27

      Das stimmt, der Einfachheit halber haben wir nicht einberechnet, dass der Kühlschrank regelmäßig abschaltet. Wenn man also exakt sein will muss das irgendwie mit einkalkuliert werden, was aber schwierig ist, weil die Laufzeit je nach Außen- und Innentemperatur schwankt. Danke auf jeden Fall für den Hinweis :).

      Liebe Grüße
      Miri

      Antworten
  • Hallo zusammen
    Wir haben geplant, dass wir unsere AGM-Zusatzbatterie hinten im Kofferraum im Camper einbauen. Dies wäre eine Distanz von 4 Meter (mit 16mm^2-Kabel) zur Autobatterie. Ist das eine zu grosse Distanz?

    Antworten
    • Outdoornomaden
      15. Dezember 2022 11:18

      Das funktioniert so. Um die Verluste über die Länge des Kabels weiter einzugrenzen kann ein noch dickeres Kabel zB 25mm2 Abhilfe schaffen. Lg Miri

      Antworten
  • Hallo ihr beiden,
    Danke für diesen sehr hilfreichen Beitrag!
    Ich habe eine Frage: Im Rechenbeispiel für den täglichen Stromverbrauch teilt ihr die Watt-Zahl bei allen Geräten durch 12. Sind z.B. eure Laptop-Ladegeräte und auch der Kühlschrank etwa keine 230V Verbraucher?
    Viele Grüße 👋🏼

    Antworten
    • Outdoornomaden
      24. Januar 2023 16:54

      Ja, alle Akku-Geräte sind 12V Verbraucher (werden nur meist um haushaltstauglich zu sein mit Trafo auf 230V gewandelt). Auch unser Kühlschrank hat 12V. Lg Miri

      Antworten

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