Kaum eine Gegend hat uns so überrascht wie Nordspanien. Zerklüftete Küstenverläufe, unglaubliche Artenvielfalt und wilde Natur. Obwohl Nordspanien die mitunter schönsten Ziele für dich bereit hält, ist es doch so unbekannt. Große Sehenswürdigkeiten gibt es selten, oft sind es die versteckten Strände oder Aussichtspunkte, die dir den Atem rauben werden.

Durch die Abgeschiedenheit ist Nordspanien perfekt für Roadtrips geeignet. Stellplätze findest du verhältnismäßig schnell und auch die Infrastruktur ist gut für Camper ausgelegt. Selbst um die Ver- und Entsorgung mit dem Wohnmobil musst du dir in Nordspanien keinerlei Gedanken machen. Fast jede Kommune besitzt eine Station, wo du kostenlos Wasser auf- und ablassen kannst.

Bereit für deinen Roadtrip durch Nordspanien? Viele Orte sind geradezu ein Traum für Camper. Die musst du gesehen haben auf deiner Rundreise!

Roadtrip durch Nordspanien – Das musst du wissen

Zu Nordspanien zählen mehrere Bezirke. Von Ost nach West sind dies die autonome Gemeinschaft Baskenland, Kantabrien, Asturien und Galicien. Alle vier sind von schier umwerfender Schönheit. Auf unserer Rundreise gen Westen schien es so, als würde die Landschaft immerzu noch hübscher werden. Daher empfehlen wir auch dir, die Küste von Ost nach West zu bereisen. So wird dich dein Nordspanien Roadtrip am laufenden Band mit fantastischen Aussichten überraschen!

Zwischen San Sebastian und Vigo, der letzten spanische Stadt vor der portugiesischen Grenze, liegen um die 800 Kilometer. Darum solltest du für deine Rundreise durch Nordspanien mindestens drei Wochen Zeit einplanen. Vergiss nicht, dass viele der schönsten Ziele nicht gerade an der Hauptstraße liegen. Dementsprechend ist es klug, ein wenig extra Zeit einzukalkulieren.

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Camper mieten für Nordspanien

Wenn du kein passendes Reisemobil vor der Tür stehen hast, können wir dir Paulcamper sehr empfehlen. Dort findest du auch viele individuelle Selbstausbauten, allesamt mit einer großen Portion Charme. Genau so, wie wir es lieben!

Packliste für deinen Nordspanien Roadtrip

Ein wahrer Reisender ist ein Minimalist, denn mit schwerem Gepäck reist es sich schlechter. Das gilt natürlich auch für einen Roadtrip. Glücklicherweise ist die Infrastruktur in Nordspanien wie gemacht für Reisende. Fast jeder Ort erwartet dich mit einem Supermarkt und einem Waschsalon. So brauchst du wirklich nur eine minimalistische Garderobe einpacken. Achte außerdem darauf, dass deine Kleidung multifunktionell einsetzbar ist.

Kleidung mit der wir reisen:

  • je drei lange Hosen (Leggins bzw. Jogginghose + Jeans)
  • je zwei kurze Hosen
  • je fünf Shirts
  • je 3-4 Pullover
  • mind. 10x Unterwäsche
  • ca. 5 Paar Socken
  • 1 warme Jacke
  • 1 Regenjacke
  • Sportkleidung
  • Sportschuhe, bequeme Alltagsschuhe
  • 1x Mütze
  • 1x Rucksack
  • 1x Badehose / Bikini

Outdoor- & Campingequipemnt mit dem wir reisen:

  • Hängematte
  • Jackery mit Solarpanel
  • USB Milchaufschäumer
  • Italienische Kaffeekanne
  • Klappstühle
  • Klapptisch
  • Mikrofaser Handtücher
  • Stirnlampe
  • Gaskocher
  • Outdoor-Seife (zum Spülen, Duschen, Waschen)

Omnia Backofen – Unser Liebling

Unser liebstes Camper-Gadget? Der Omnia Backofen! Mit dem kannst du auf dem Gasherd im Camper ganz einfach die tollsten Ofenrezepte umsetzen. Kuchen, Lasagne oder warme Brötchen am Morgen. Mit dem Omnia alles ganz einfach möglich.

Roadtrip Nordspanien – Die schönsten Spots im Baskenland

Das Baskenland ist geprägt von charakteristischen Traditionen und einer weltweit bekannten Küche. Besonders in den Städten San Sebastian und Bilbao, kannst du tief in die baskische Kultur eintauchen. Aber auch Naturliebhaber kommen im Baskenland voll auf ihre Kosten. Zwischen Atlantik-Küste und Gebirge, bieten sich schier unzählige Möglichkeiten für Outdoor-Abenteuer.

San Sebastian

Die Hafenstadt San Sebastian liegt nur wenige Kilometer von der französischen Grenze entfernt und ist definitiv einen Besuch wert. Die direkte Nähe zu den Pyrenäen und dem Atlantik, macht sie zum optimalen Ausgangspunkt für vielerlei Outdoor-Sportarten. Dementsprechend zieht San Sebastian sein typisches Besucherklientel an. Überall sind Outdoorsportler wie Surfer, Wanderer oder Mountain Biker unterwegs, die alle das großartige Freizeitsport-Angebot nutzen!

Tatsächlich hat die Hafenstadt aber nicht nur für Outdoor-Liebhaber einiges zu bieten. Sowohl kulturell, als auch kulinarisch hat sie schon so manchen Preis gewonnen. Dank der einmaligen Küche, ist San Sebastian sogar weltweit berühmt! Aber auch innerhalb Europas hat die Stadt es erst kürzlich geschafft, zur Kulturhauptstadt ernannt zu werden.

Eins solltest du dir bei deinem Besuch in San Sebastian auf keinen Fall entgehen lassen. Probiere unbedingt die berühmten Pinchos! Das sind kleine Häppchen, die auf etwas Brot aufgespießt werden. Typischerweise werden diese auch von den Spaniern in aller Ruhe genossen, bevor sie von einer Bar zur nächsten ziehen. Vor allem wenn du in einer kleinen Gruppe unterwegs bist, macht diese Gewohnheit unglaublich viel Freude!

Stellplatz Tipp: Zwischen Irun und San Sebastian liegt ein grüne, hügelige Landschaft. Diese ist ein wahres Paradies für Boulderer und Wanderer. Hier gibt es rechts und links der Hauptstraße auch zahlreiche schöne Plätze im Grünen, wo du eine Nacht frei stehen kannst.

Abstecher ins Innland: Bardenas Reales

Südlich von San Sebastian, erreichst du auf deinem Nordspanien Roadtrip eine absolut außergewöhnlich Landschaft. Nur etwa zwei Stunden Autofahrt dauert es und doch bist du an diesem Ort gefühlt auf einem anderen Stern! Die Gegend Bardenas Reales ist einerseits eine Halbwüste (Bardenas blanca), andererseits Zuhause der typischen Aleppo-Kiefern und zahlreichen weiteren Arten. Wie in einem guten Westernfilm, bist du hier umgeben von ockerfarbenem Lehm, Sand- und Kalkstein. Bewundere über Jahrzehnte geformte, bizarre Formationen! 

Inzwischen sind große Teile der Bardenas Reales Biosphärenreservat. Das ist auch sehr gut so, denn die europaweit einmaligen Verhältnisse hier, bieten Lebensraum für eine reiche Artenvielfalt. Beim Blick in die Höhe kannst du hier sogar einen Königsuhu oder Gänsegeier entdecken.

Sowohl zu Fuß, als auch mit dem Van kannst du die Bardenas Reales auf deinem Roadtrip durch Nordspanien bereisen. Dafür führt eine etwa 60 Kilometer lange Straße durch die Wüste. Allerdings sind (glücklicherweise) viele der schönsten Ziele nicht mit einem Auto erreichbar. Also vergiss nicht deinen Wanderrucksack, es lohnt sich!

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Roadtrip Nordspanien – Die schönsten Spots in Kantabrien

Die autonome Region Kantabrien lockt mit wilden Küstenverläufen und dichten Wäldern. Im kantabrischen Gebirge liegt der spektakuläre Nationalpark Picos de Europa. Während unserer Rundreise, waren wir überwältigt von der Vielfalt der Natur! Vielerorts konnten wir unseren Augen kaum trauen.

Naturpark Dunas de Liencres

Ein absolutes Highlight auf deinem Roadtrip durch Nordspanien, wird der Naturpark Dunas de Liencres sein. Hier mündet der Fluss Pas ins Meer, wodurch eine Art Halbinsel geformt wurde. Aufgrund der besonderen geografischen Gegebenheit, findest du hier die größte Dünenfläche der kanarischen Küste. Besonders beliebt ist der Dunas de Liencres übrigens auch bei Surfern! Denn zu den schönsten Zielen dieses Gebiets, zählen auch so einige tolle Surfstrände!

Schon gewusst?: Der Naturpark bietet einigen seltenen Vogelarten gute Gegebenheiten bei der Rast und Durchreise. Deshalb wirst du hier zu vielen Jahreszeiten auf Vogelkolonien treffen.

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Picos de Europa – Highlight auf dem Nordspanien Roadtrip

Im Länderdreieck von Asturien, Kantabrien und Kastilien liegen die Picos de Europa. Diese Hochgebirgslandschaft ist in vielerlei Hinsicht atemberaubend. Über 2.000 Meter ragen die Gipfel des Kalkstein-Massivs in die Höhe. Der höchste Gipfel, der Torre de Cerredo, ist sogar 2.648 Meter hoch! Insgesamt ist die Gegend kaum besiedelt und nur spärlich von Straßen durchzogen. Daher wird dir hier uneingeschränkte Naturschönheit geboten.

Ein wahres Paradies auch für Wanderer, mit zahlreichen Bergpanoramen, eins beeindruckender als das andere. Trotz dieser umwerfenden Szenerie, haben sich die Picos ihre Ursprünglichkeit bewahrt. Schon bei deiner Anreise wirst du enge Schluchtenstraßen passieren. So wird selbst die Strecke deines Nordspanien Roadtrips ein spannendes Abenteuer! Ungestörter Genuss sei dir dabei garantiert, denn viele andere Reisende sind hier meist nicht unterwegs.

Ruta del Carnes

Außerdem zieht sich ein riesiges Netz an Wanderwegen durch die Picos de Europa. Auch die umliegenden Bergkämme des Kantabrischen Gebirges lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden. Allein innerhalb des Nationalparks gibt es zwei längere Fernwanderwege und um die dreißig kürzere Wanderungen. Zu diesen zählt auch der berühmteste Wanderweg ganz Spaniens: Der sogenannte Ruta del Cares ist ein Schluchtenweg, der sich von Poncebos bis ins Bergdörfchen Cains schlängelt.

Beachte: Aufgrund seiner Berühmtheit, ist der Wanderweg selbst in der Nebensaison stets gut besucht. Aus diesem Grund lohnt es sich sehr, besonders früh aufzubrechen! So wirst du noch vor dem Mittag dein Ziel erreichen können.

Stellplatz Tipp: Im Nationalpark Picos de Europa ist das Übernachten im Van nicht erlaubt. Das macht aber nichts! Denn im kantabrischen Gebirge rings herum um den Nationalpark, ist die Natur keineswegs weniger schön. Links und rechts der Straßen findest du so einige Plätze, die sich gut zum nächtlichen Pausieren auf deinem Roadtrip durch Nordspanien eignen.

Roadtrip Nordspanien – Die schönsten Spots in Asturien

Das Fürstentum Asturien war der nächste Stopp auf unserem Roadtrip durch Nordspanien. Neben zerklüfteten Felslandschaften, bezaubernden Küstenverläufe und insgesamt prachtvoller Natur, werden dir hier auch reichlich kulturelle Highlights geboten. Zwar haben wir auf unserer Rundreise nur wenig Zeit in Asturien verbracht. Dennoch wollen wir dir nicht vorenthalten, was unseren kurzen Aufenthalt so großartig gemacht hat!

Playa de Torimbia – Sonnenuntergänge deluxe

Kennst du das, wenn du wenig Erwartungen an einen Stellplatz hast und dann von der Szenerie völlig überwältigt wirst? Klar, auf einem Roadtrip kann das schon hin und wieder vorkommen. Dennoch sind sicher nicht alle Plätze so sehr der Rede wert, wie dieser hier!

Der Strand Playa de Torimba liegt zwischen Santander und Gijon und ist ein beliebtes Ausflugsziel der Locals. An sonnigen Tagen und Wochenenden, ist nicht nur der Strand immer gut gefüllt. Auch der Parkplatz ist dementsprechend voll besetzt. Allerdings sieht das zu Zeiten der Nebensaison ganz anders aus! Selbst mit deinem Van ist hier dann ein problemloses Parken möglich.

Stellplatz Tipp: Die Anfahrt durch das Dorf erfordert wirklich starke Nerven. Was mit einem Auto oder VW-Transporter noch vollkommen machbar ist, kann für Kastenwägen und vor allem größere Wohnmobile schon zur Millimeterarbeit werden. Das hat auch die Kommune erkannt und die Durchfahrt für größere Fahrzeuge eingeschränkt. Maybe nice to know … In der Nebensaison, kannst du für eine Nacht gut den Parkplatz zum Strand für freies Stehen nutzen. Campingverhalten solltest du hier jedoch auf keinen Fall an den Tag legen.

Roadtrip Nordspanien – Die schönsten Spots in Galicien

Galicien ist das Highlight unseres Nordspanien Roadtrips. Grünes Innland, raue Küste und süße Küstenorte haben uns so unglaublich fasziniert, dass wir hier wohl die meiste Zeit unserer Rundreise verbracht haben. Abgesehen von der überwältigenden Schönheit, ist Galicien auch die größte der nordspanischen Regionen. Daher empfehlen wir dir unbedingt, hier ausreichend Zeit einzuplanen. 

Praia A Catedrais – Felsformationen und Höhlen am Strand

Der Praia A Catedrais (wir nennen ihn den Kathedralenstrand) liegt direkt hinter der Grenze zu Asturien. In der Regel verirren sich die Besucher nicht nur vereinzelt an diesen Ort. Ganz im Gegenteil, der Strand ist nämlich durchaus auch über die Grenzen Galiciens hinaus sehr bekannt. Einen Hinweis auf den sicher regen Tourismus während der Sommermonate, kannst du schon bei der Anfahrt entdecken. Ein großer Parkplatz und ein sauber angelegtes Gelände warten praktisch geradezu darauf, zahlreiche Besucher zu empfangen.

Zu recht: Mit seinen vielen Felsbögen, Formationen und Höhlen, ist der Strand zutiefst beeindruckend. Da du diese aber nur bei Ebbe zu Gesicht bekommst, ist hier deine volle Aufmerksamkeit sowie etwas Planung gefragt.. Es lohnt sich, etwa eine halbe Stunde vor Ebbe vor Ort zu sein. Damit hast du ausreichend Zeit alles zu erkunden, bevor das Wasser den Strand wieder einnimmt.

Stellplatz Tipp: Wenn du möchtest, kannst du auf dem Parkplatz vom Praia A Catedrais die Nacht verbringen. Besonders praktisch ist dies, wenn schon sehr früh am Morgen Ebbe ist. Möchtest du es lieber etwas einsamer haben, kannst du es dir aber auch an den Steilklippen rund um den Kathedralenstrand gemütlich machen. Folge dafür einfach der parallel zum Küstenverlauf führenden Straße. Von dieser zweigen in regelmäßigen Abständen kleine Feldwege ab. Perfekt für (d)eine ruhige Nacht am Meer!

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Cova da Doncella

Ein absoluter Insidertipp ist die kleine Höhle Cova da Doncella. Sie versteckt sich an der Küste von Viveiro in einem wilden Eukalyptuswald. Wir wünschten, du könntest den Duft schon durch den Bildschirm wahrnehmen! Allein der Wald an sich ist wirklich einen Besuch wert. Umso abenteuerlicher ist es, dass die Höhle nirgends ausgeschildert ist. Auch der Eingang liegt verborgen, sodass du hier mit allen Sinnen auf die Suche gehen kannst.

Aber aufgepasst: Gute Kleidung solltest du für dieses Abenteuer lieber im Van lassen. Denn um ins Zentrum der Höhle zu gelangen, musst du dich erstmal durch eine Art engen Tunnel quetschen. Ziemlich verrückt, oder? In der Höhle angekommen, erwartet dich dann ein unfassbar schöner Ausblick. Eigentlich ein perfekter Picknick-Spot… Wie wärs? 😉

Stellplatz Tipp: Es gibt keinen ausgeschilderten Parkplatz für die Besichtigung der Höhle. Folge also einfach so lange der Zufahrtsstraße, bis es nicht mehr weitergeht. Ab hier geht es dann zu Fuß weiter! Plane etwa 15 bis 20 Minuten Fußweg ein.

Punta Estaca de Bares

Der Punta Estaca de Bares ist nicht nur der nördlichste Punkt des Landes, sondern wirklich ein ganz großes Highlight Nordspaniens! Trotzdem ist dieser Spot erstaunlicherweise eher wenig besucht. Zumindest war das die Erfahrung, die wir während unserem Nordspanien Roadtrip dort machen durften.

Schon von Weitem kannst du bei der Anfahrt zum Punta Estaca de Bares den Leuchtturm erspähen. Dort angekommen, wirst du jedoch eventuell überrascht sein. Der Faro Estaca de Bares ist nämlich deutlich weniger eindrucksvoll, als seine Berühmtheit es zunächst vermuten lässt. Aber keine Angst, das eigentliche Highlight versteckt ganz in seiner Nähe.

Eine spektakulärer Klippenwanderweg führt bis zum letzten Felszipfel des Punta Estaca de Bares. Hier eröffnet sich dir eine 360° Sicht auf das Meer und die umliegenden Steilklippen. Vielleicht denkst du jetzt schon, dass es nicht noch schöner werden könnte? Dann komm zur Zeit des Sonnenuntergangs und mach dich bereit für den ultimativen Bilderbuch-Panoramablick. Sieh zu, wie malerisch vor dir die Hänge der Steilküsten erstrahlen. Ein wirklich fabelhaftes Farbenspiel, kurz bevor die Sonne im Meer versinkt.

Stellplatz Tipp: Während unseres Roadtrips konnten wir die Nacht über auf dem Besucherparkplatz stehen. Allerdings waren wir ja auch im Winter hier. Zur Hauptsaison solltest du durch die höheren Besucherzahlen, lieber auf diese Option verzichten.

Verlassene Militärbasis am Punta Estaca de Bares

Nicht weit vom Besucher-Parkplatz des Leuchtturms befindet sich eine alte, verlassene amerikanische Militärbasis. Um das Betreten der Anlage kümmert sich hier niemand, bedenke aber, dass es deshalb noch lange nicht offiziell erlaubt ist ;).

Faro de Cabo Ortegal

Zugegeben, auch wenn der Leuchtturm am Cabo Ortegal das Ziel ist. Das wahre Highlight dieses Ausflugs ist ganz sicher die Anfahrt! Von Carino bis nach Cedeira folgst du einem gewundenen Straßenverlauf entlang der höchsten Klippen Südeuropas. Dein Roadtrip führt dich hier durch die nordspanische Sierra de la Capelada, eine wilde Bergkette direkt am Meer.

Hier scheint es, als sei die Zeit stehen geblieben. So wild und unberührt wirkt die Natur, die dich allseits umgibt! Während unserer Rundreise haben wir weit und breit keine anderen Besucher getroffen. Umso größer ist dagegen die Zahl der verschiedenen Tierarten, die es hier zu entdecken gibt! Wie in vielen abgelegenen Gegenden Spaniens, haben sich auch in diese Region Wildpferde zurückgezogen. Halte während deines Roadtrips also unbedingt die Augen offen!

Der Faro de Cabo Ortegal ist ein kleiner, aber süßer Leuchtturm. Hier kannst du deinen Van parken und vom Aussichtspunkt die höchsten Klippen Südeuropas bestaunen.

Stellplatz Tipp: In der Nebensaison ist es möglich, direkt am Leuchtturm im Van zu übernachten. Da der Parkplatz aber sehr nah an einer hohen Felswand liegt, ist der Empfang hier nur sehr dürftig.

Die Wildpferde Galiciens

Während der Anfahrt zum Cabo Ortegal herrschte dichter Nebel. Die Sicht war so dürftig, dass wir uns nur von einer Straßenmarkierung zur nächsten hangeln konnten. Plötzlich entdeckten wir schemenhafte, anmutige Silhouetten entlang des Straßenrandes – Wildpferde! Aufgeregt legten wir sogleich einen Stopp auf unserem Roadtrip ein. Von der nächsten Parkbucht aus machten wir uns auf die Suche nach den Ponys. Und siehe da, unsere Bemühungen waren mit Erfolg gekrönt!

Die sogenannten Caballos leben in den dünn besiedelten Gebieten Galiciens. Vor allem in den Wäldern sind sie zu finden. Leider geht der Bestand jedoch seit einigen Jahren immer weiter zurück. Der Grund dafür sind die iberischen Wölfe. Diese finden zunehmend weniger andere Nahrungsquellen, wie beispielsweise Kadaver der Bauern.

Wichtig: Solltest du in Nordspanien auf Wildpferde treffen, halte unbedingt ausreichend Abstand zu den Tieren ein! Auch solltest du versuchen dich nicht schnell zu bewegen oder Lärm zu verursachen. Pferde sind sehr sensibel und ergreifen schnell die Flucht.

Praia de Pantin

Dieser Strand ist vor allem unter Surfern bekannt und begehrt! Er ist nicht nur wunderbar weitläufig, sondern lädt fast täglich mit Wellen ein, die perfekt zum Surfen geeignet sind. Wir waren auf unserem Nordspanien Roadtrip im März vor Ort. Dadurch konnten wir als Nicht-Profi Surfer, eher weniger von den Wellen profitieren. Viel zu stark war die Brandung und auch die unsichtbaren Strömungen solltest du hier nicht unterschätzen.

Stellplatz Info: Auf Park4Night findest du zwei Parkplätze, wo das Camper-Getummel besonders während der Saison groß ist. Viele Surfer stehen hier allerdings ohne Ver- und Entsorgung. In Folge dessen wird die Natur rund um die Plätze leider regelmäßig als Toilette missbraucht. Dies geht bedauerlicherweise einher mit wachsendem Unmut seitens der Anwohner. Entsprechend unschön waren wohl auch die Begegnungen an diesem Ort in der letzten Zeit. Mittlerweile geht die ganze Situation so weit, dass schon bald ein Verbot für Wohnmobile ausgesprochen werden könnte.

In diesem Sinne: Bitte denke daran die Natur sauberer zu hinterlassen, als du sie vorgefunden hast. Ein respektvoller Umgang mit dem „Zuhause“ anderer Menschen und Tiere ist wirklich enorm wichtig. Gutes Benehmen als Gast gehört schließlich auch einfach dazu, oder?

Praia de Ponzos

Ein ganz abgeschieden gelegener Stopp, ist der Praia de Ponzos. Wenn du auf deinem Roadtrip durch Nordspanien ein paar Tage abseits der typischen Wege verbringen möchtest, bist du hier genau richtig. Unser Aufenthalt an diesem Ziel, war geprägt von Genuss in jeglicher Hinsicht. Wir waren viel Surfen, haben aber auch einfach mal nur den beruhigenden Blick aufs Meer für einen Moment der Ruhe genutzt. Dabei waren wir stets die einzigen Besucher. Getroffen haben wir wenn, dann tatsächlich ausschließlich Einheimische.

Galiciens Costa da Morte

Der wohl mit Abstand wildeste und mystischste Küstenabschnitt Galiciens, ist die berüchtigte Costa da Morte. Felsig und rau zieht er sich vom Cap Finisterre bis nach Malpica. Innerhalb dieses besonderen Küstenverlaufs, gibt es zahlreiche besonders hohe und steile Klippen. Häufig werden diese umhüllt von dichtem Nebel. Genau diese Umstände gaben der Küste ihren Namen! Denn zu früherer Zeit, konnte die Schiffahrt sich noch keinerlei ausgefeilter Technologien bedienen. Dies machte die Costa da Morta zu einem verhängnisvollen Ort mit zahlreichen tödlichen Schiffbrüchen.

Auch während unseres Besuches zeigte sich die Costa da Morta von ihrer mystischen Seite. Eine weitere fantastisch stimmungsvolle Facette des Landes, die wir auf unserem Roadtrip durch Nordspanien erleben durften.

Weitere Galicien Tipps

Wir waren so unglaublich angetan von Galicien, dass wir diese Region wirklich tief in unser Herz geschlossen haben. Aus diesem Grund haben wir der Gegend sogar einen eigenen Blogartikel gewidmet. Bist du auf der Suche nach weiteren Sehenswürdigkeiten und Insidertipps in Galicien?

Wichtige Reiseinformationen – Roadtrip Nordspanien

Beste Reisezeit für Nordspanien

Grundsätzlich ist Nordspanien zu jeder Jahreszeit ein tolles Reiseziel. Dennoch unterscheidet sich das Klima hier ein wenig vom Rest des Landes. Beachte, dass der Atlantik einen stark prägenden Einfluss hat. Dadurch ist es in diesem Teil des Landes insgesamt eher mild. Somit ist Nordspanien für dich als Camper besonders im Sommer geeignet. Während der Süden Spaniens heiß und schwül ist, wirst du deinen Roadtrip hier bei gemäßigteren Temperaturen genießen können!

Sommerzeit in Nordspanien bedeutet jedoch auch Hauptreisezeit. Daher ist unsere Empfehlung, lieber auf den Frühling oder Herbst auszuweichen. Zu diesen Jahreszeiten ist das Wetter immer noch sehr gut. Vor allem sind jedoch auch die Sehenswürdigkeiten, Campingplätze und Line-Ups leerer.

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Wildcamping in Nordspanien

Wildcampen ist in ganz Spanien nicht erlaubt, wie in fast jedem europäischen Land. Freistehen hingegen, wird weitestgehend toleriert. Um jegliche Probleme und Konflikte zu umgehen, halte dich an bestimmte „Spielregeln“.

Was bedeutet das konkret?

  1. Auf Campingverhalten verzichten. Das heißt, dass du dich wie ein normaler PKW benehmen musst. Die Markise, Camping-Stühle und Tisch bleiben verstaut.
  2. Verhalte dich unauffällig und blockiere keine Parkplätze von Anwohnern oder Locals. Sollten die Parkplätze bereits knapp werden, suche dir einen anderen Platz.
  3. Nimm deinen Müll wieder mit!
  4. Toilettenpapier braucht etwa 6 Monate zum verrotten! Also sollte auch das nicht in der Natur entsorgt werden
  5. Wenn Anwohner dich auffordern, den Platz zu verlassen, gehe dieser Bitte nach und sei freundlich. No-Gos sind natürlich Plätze mit „Camping verboten“-Schildern, Nationalparks und Privatgrundstücke.

Sicherheit in Spanien

Spanien ist ein sehr sicheres Reiseland. Wir haben uns auf unserem Roadtrip nirgends in ganz Nordspanien je unsicher gefühlt. Auch die Nächte haben wir vollkommen sorglos und ohne Bedenken freistehend verbringen können. Zudem sind die Einheimischen stets sehr freundlich und tolerant. Jedenfalls war das unser Eindruck! Natürlich haben wir uns auch den Regeln entsprechend verhalten, wodurch wir möglicherweise sämtliche Konflikte umgehen konnten.

Neben unseren positiven Erfahrungen, erlebten so manche Reisende aber auch das absolute Kontrastprogramm. Vor allem unter Wohnmobilisten kursieren Geschichten über Diebstähle und sogar Einbrüche. Zum Glück sind wir auf unserem Roadtrip von derartigen Katastrophen verschont geblieben. Trotzdem besteht natürlich leider immer und überall ein gewisses Einbruchsrisiko.

Traurigerweise stellen Wohnmobile ein beliebtes Einbruchsziel dar. Sei dir dessen jederzeit bewusst! Wie auch in anderen Ländern, ist besonders in touristischen Orten Vorsicht geboten. Gerade an Stränden und im nahen Umkreis beliebter Sehenswürdigkeiten kann das bunte Treiben vieler Menschen schon mal ein böses Ende nehmen.

Fazit – Nordspanien Roadtrip

Auf unserer zweimonatigen Reise haben wir wir uns Hals über Kopf in Nordspanien verliebt. Während wir bisher nur im bekannteren Süden des Landes unterwegs waren, hat uns Nordspanien mit seiner Schönheit wirklich überrascht. Auch dieser Teil des Landes hält eine wahre Fülle schöner Ziele bereit! Diese warten nur so darauf, auch von dir auf einem Roadtrip bereist zu werden. Buen viaje!

Literaturtipps für deinen Roadtrip durch Nordspanien

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Miri & Micha hier!

Mit unserem selbstausgebauten Van reisen wir um die Welt, sammeln Geschichten und Momente für Outdoornomaden, bewundern die großen und ganz kleinen Dinge, denen wir täglich begegnen. Im Van zu leben war immer unser großer Traum. 2020 haben wir unseren Mut zusammen genommen und uns unser Traumhaus auf vier Rädern gebaut. Zuhause ist nun, wo wir es parken. Wir glauben: Das Leben ist zu kurz für irgendwann. Und wer weiß schon was das Morgen bringen wird?

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