Mit dem Wohnmobil oder Camper durch die Türkei zu reisen ist ein einmaliges Abenteuer. Das Land Türkei ist ein unfassbar facettenreiches, geradezu atemberaubend schönes Reiseziel und das auf wirklich riesiger Fläche! Trotzdem gilt es für Camper immer noch als „Hidden gem“. Dabei machen die Gastfreundschaft der Türken und die lockeren Gesetze bezüglich des Wildcampens das Reisen mit einem Wohnmobil oder Camper wunderbar einfach und komfortabel. Zwischen den touristisch bekannten Orten wie Istanbul, Kappadokien und der Antalya-Region erstrecken sich tausende Kilometer unentdeckter und touristisch-unbefleckter Natur. Ein Traum für Camper und Wohnmobilisten!

Anreise • Türkei mit dem Wohnmobil

Von Mitteleuropa aus erreichst du die Türkei auf dem Landweg durch die Balkanländer. Auch wir haben uns für diese Art der Anreise entschieden. Ganz nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“, konnten wir so die weite Reise mit einem ausgedehnten Balkan-Roadtrip durch Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien und Griechenland verbinden. Diese Route entlang der Mittelmeerküste ist aber natürlich ziemlich zeitaufwändig. Möchtest du schneller reisen lohnt es sich stattdessen auch Serbien und Bulgarien zu reisen.

Wenn du noch weniger Zeit mitbringst, kann die Anreise mit der Fähre von Italien (verschiedene Abreisehäfen u.a. Venedig) nach Patras oder Igoumenitsa (Griechenland) sinnvoll sein. In den Sommermonaten gibt es bei diesen Fährverbindungen auch die für Camper sehr komfortable Option des „Camping On Bord“. Bei Buchung dieser Variante, kannst du während der Überfahrt sogar in deinem Camper bleiben. Dieser wird dabei nicht weit unten im Rumpf, sondern direkt oben auf dem Deck transportiert. Von Igoumenitsa aus, dauert der Roadtrip bis über die türkische Landesgrenze dann noch etwa 7 Stunden.

Einreise mit dem Wohnmobil

Für Reisende aus den EU-Mitgliedsstaaten ist die Einreise in die Türkei ziemlich unkompliziert. Für eine Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen gibt kann ein „Visa on Arrival“. Die Besonderheit dabei: die 90 Tage können innerhalb von 180 Tagen in Anspruch genommen werden. Für unsere Einreise mit dem Wohnmobil in die Türkei benötigten wir neben unseren Ausweisen bzw. unserem Reisepass (beides ist möglich, das Dokument muss aber noch mindestens 6 Monate gültig sein) die Fahrzeugpapiere sowie eine gültige KFZ-Versicherung für die Türkei. Dafür solltest du vor der Einreise die ehemals grüne Versicherungskarte checken, ob deine KFZ-Versicherung auch die Türkei (europäische und asiatische Seite) abdeckt. Falls dies nicht der Fall ist, kann notfalls auch an der Grenze eine Versicherung abgeschlossen werden.

Aufgepasst: Falls als Fahrzeughalter jemand anderes eingetragen sein sollte als der Fahrer, brauchst du zur Einreise eine beglaubigte Vollmacht inkl. einer Ausweiskopie von diesen.

Bei der Einreise in die Türkei staut sich meist eine lange LKW-Karawane auf der rechten Spur. Als PKW (wozu auch die meisten Wohnmobile zählen) darfst du diese Karawane allerdings einfach links überholen, sodass sich meist nur für LKW lange Wartezeiten ergeben. Unsere PKW Einreise ging dagegen recht zügig vonstatten. Kontrolliert wurde unser Fahrzeug dabei zunächst nicht, lediglich bei der Ausreise wurde ein Blick in den Van geworfen. Grund dafür ist leider, die anhaltende Flüchtlingsthematik.

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Sicherheit • Mit dem Wohnmobil in die Türkei

Auch wenn es in den Medien gern anders suggeriert wird, ist die Türkei ein ziemlich sicheres Reiseziel. Die Menschen sind nicht nur unglaublich hilfsbereit sondern auch gastfreundlich, sodass du dich im Zweifelsfall oder bei Problemen jeglicher Art stets an die Locals wenden kannst. Entgegen einiger Schlagzeilen sind deutsche Touristen nämlich überaus gern gesehene Besucher! Dementsprechend gut und fürsorglich werden sie auch von den Einheimischen behandelt. Egal ob an der Tankstelle, auf dem Wildcamping-Spot oder in der Großstadt: Ständig wurden wir lieb begrüßt und großzügig auf einen Cay eingeladen. Zudem wurde sich gar nicht selten mit ernsthaftem Interesse nach unserem Wohlergehen erkundigt. Auch bei den auf türkischen Straßen regelmäßig durchgeführten Polizeikontrollen war die beliebteste Frage: „How do you like turkiye?“

Die Türkei ist ein Land, dessen Wirtschaft stark vom Tourismus abhängig ist, das sollte man nicht vergessen. Dennoch ließt man in den deutschen Medien immer wieder abschreckende Meldungen, beispielsweise über die Verhaftung von deutschen Touristen. Was hat es damit auf sich? Hierbei dreht es sich um Fälle, in denen Touristen an Veranstaltungen der in der Türkei als terroristisch eingestufte Organisationen teilgenommen hatten. Etwa solcher der auch in Deutschland verbotenen PKK und ihren Splitterorganisationen. Dass eine Einreise unter diesen Bedingungen nicht zu empfehlen ist versteht sich jedoch von selbst.

Beachte: Auch regierungskritische Aussagen im Internet sollten kurz vor oder während des Aufenthaltes in der Türkei besser unterlassen werden. Dies kann ebenfalls zu Problemen bei der Ein- bzw. Ausreise führen.

Straßenverhältnisse & Verkehr

Wir waren überrascht, wie komfortabel das Fahren mit dem Wohnmobil in der Türkei ist. Das Land hat in den vergangenen Jahren stark in das Straßennetz investiert, was wirklich unübersehbar ist. Sei es auf den überwiegend sechsspurigen Autobahnen oder den oftmals vierspurigen Überlandstraßen. Insgesamt waren sämtliche Wege unserer Roadtrip Route durch die Türkei bei weitem besser zu befahren, als wir das von unseren bisherigen Reisen durch Europa kannten. Selbst durch Ortschaften führt meist eine vierspurige Hauptstraße, sodass sich auch hier das Fahren als sehr komfortabel gestaltet. Oftmals gibt es auch Parkplätze direkt am Straßenrand. Lediglich in den kleineren Nebenstraßen kann es schon mal etwas enger werden, was uns jedoch gar nicht gestört hat.

Polizeikontrollen: Kontrollen der Polizei sieht man in der Türkei sehr häufig. Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen werden dabei jedoch fast immer direkt durchgewunken. Auf unserem dreimonatigem Roadtrip durch die Türkei wurden wir allerdings doch das ein oder andere Mal angehalten. Der Grund für diese Kontrollen war aber tatsächlich jedes mal der selbe: die Polizisten haben sich freundlich erkundigen wollen, wie uns das Land bisher gefällt ;).

Interessant fanden wir auch die zahlreichen Attrappen von Polizeiwagen, die besonders auf den Überlandstraßen in regelmäßigen Abständen zu finden sind. Selbst nach einigen Wochen sind wir teilweise noch auf die wirklich sehr lebensecht aussehenden Attrappen hereingefallen.

Tempolimits

 PKWPKW mit AnhängerWohnmobil > 3,5 t
innerorts504050
außerorts908080
Autobahnen12011090

Du wirst schnell merken, dass die Türken es im Allgemeinen weder mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen, noch den Verkehrsregeln so ernst nehmen. Deshalb können wir nur nochmal betonen von welch großer Bedeutung vorausschauendes Fahren in diesem Land ist.

Maut in der Türkei

Möchtest du die Türkei mit dem Wohnmobil bereisen, solltest du dich auch mit dem Thema Maut auseinandersetzen. Auf vielen Abschnitten der Autobahn sowie für einige Brücken und Tunnel wird nämlich eine streckenabhängige Mautgebühr erhoben. Dabei gibt es für die Bezahlung verschiedene Möglichkeiten: Zu den beliebtesten gehört der HGS-Klebestreifen, der einfach an die Windschutzscheibe geklebt wird. An den Mautstationen wird der Streifen gescannt und der Betrag wird (wenn alles funktioniert) direkt von einem hinterlegten HGS-Konto abgebucht. Erhalten und einrichten kannst du dieses System bei er türkischen Post (PTT).

Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, die offene Mautbeträge über eine Website einzusehen und diese dann dort direkt mit Kreditkarte zu bezahlen. Dafür sollte die Seite jedoch unbedingt sehr regelmäßig gecheckt werden, damit es nicht zu Verzugsgebühren kommt. Wir haben uns tatsächlich für diese letztere, indirekte Zahlungsmethode entschieden um so einen besseren Überblick bewahren zu können, wie viel Geld wir für die Maut ausgegeben hatten. Zahlt man die Maut erst im Nachhinein und nicht über ein aufgeladenes HGS-Konto, blinken die Ampeln an den Mautstationen bei der Durchfahrt jedoch nicht grün, sondern rot. Aber kein Grund zur Sorge, dies bedeutet nämlich lediglich, dass es noch offene Zahlungsverpflichtungen gibt. Entsprechend ist eine rot blinkende Ampel bei Nutzung eines HGS-Klebestreifens ein Zeichen dafür, dass das aufgeladene Geld verbraucht ist.

Gut zu wissen: Die Zahlungsfrist für die Maut beträgt 15 Tage. Innerhalb dieses Zeitraums solltest du entweder ein HGS-Konto eingerichtet bzw. wieder aufgeladen oder die angefallenen Beträge über die Website gezahlt haben. Anderenfalls vervierfacht sich der Preis! Für eine vereinfachte Benutzung der Website ist es zudem empfehlenswert, sich das ganze via Google Chrome automatisch auf deutsch zu übersetzen. Trotz sehr begrenzter Kenntnisse der türkischen Sprache sind wir so wunderbar zurecht gekommen. 😉

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Campen mit dem Wohnmobil in der Türkei

Wildcampen mit dem Wohnmobil in der Türkei

Die Türkei ist ein wirklich wunderbares Ziel für eine Wohnmobilreise. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Wildcampen in der Türkei nicht verboten ist. Während unserer Reise konnten wir somit an traumhaft schönen Orten übernachten und das meist sogar kostenlos. Dabei haben wir zahlreiche fantastische Erfahrungen sammeln können und sind viel in den Kontakt mit Einheimischen getreten. Auf diese Art und Weise durften wir die herausragend gastfreundlichen Einheimischen mit all ihrer Hilfsbereitschaft und Großherzigkeit kennenlernen und genießen!

Das Wildcampen in der Türkei kann also eine wahrlich bereichernde Erfahrung sein. Damit die Gesetzeslage auch in den kommenden Jahren so bleibt und Reisende weiterhin willkommen sind, ist es jedoch notwendig einige „Regeln“ zu beachten. Wir nennen sie die „goldenen Regeln des Wildcampens“ – sicher hast auch du bereits von ihnen gehört. Wenn nicht, schau am besten direkt mal vorbei!

Stellplätze mit dem Wohnmobil in der Türkei

Offizielle Stell- und Campingplätze gibt es in der Türkei noch verhältnismäßig wenige. Ehrlich gesagt hat uns das ein wenig überrascht, denn die Türken sind selbst begeisterte Camper. Allerdings präferieren sie es wild zu campen, sodass die Nachfrage nach solchen Anlagen bislang wohl einfach recht gering ist. Aus diesem Grund gestaltet sich die Suche nach Campingplätzen insbesondere in den Wintermonaten als ziemlich schwierig, da in dieser Zeit fast alle Plätze geschlossen sind.

Für eine Reise mit dem Wohnmobil in die Türkei solltest du also bestenfalls möglichst autark zurecht kommen. Vor allem ein großes Stromsetup ist sinnvoll, da es außerhalb von Stellplätzen offensichtlich deutlich schwieriger ist an Landstrom zu kommen.

Frischwasser & Entsorgung in der Türkei mit dem Wohnmobil

Frischwasser: Am Straßenrand und in den Orten gibt es zahlreiche öffentliche Wasserquellen. Die Qualität des Wassers haben wir als erstaunlich gut wahrgenommen, es riecht kaum nach Chlor und ist meist klar und frei von Schwebstoffen. Um das Wasser aus dem Tank auch trinken zu können, empfehlen wir die Nutzung eines Wasserfilters. Sehr gut geeignet ist beispielsweise ein Kombifilter mit Aktivkohle- und Nanopartikelfilter*.

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Grauwasser: Entsorgungsmöglichkeiten für Abwasser finden sich in der Türkei leider fast kleine. Um als Reisender einen Beitrag dafür zu leisten, möglichst wenig umweltschädliche Substanzen in die Gewässer zu leiten, solltest du für Dusche und Abwasch im Camper nur biologisch abbaubare Produkte nutzen. So kann der Fußabdruck, den du hinterlässt, zumindest minimiert werden.

Schwarzwasser / Chemietoilette: Da es keine adäquaten Entsorgungsmöglichkeiten für Schwarzwasser gibt, sollte in der Türkei auf die Nutzung einer Chemietoilette im Wohnmobil unbedingt verzichtet werden. Stattdessen ist es empfehlenswert eine Trockentrenntoilette* zu benutzen, wobei der Feststoffbehälter in den Hausmüll und der Pipi-Kanister in eine öffentliche Toilette oder zur Not auch in die Natur entsorgt werden können. Unbedingt vermieden werden sollte weiterhin, gänzlich auf eine Toilette zu verzichten. In der Regel gibt es nämlich wenige öffentliche Sanitäreinrichtungen, wobei auf eine Nutzung der Natur als Ersatztoilette jedoch der Nachhaltigkeit zu liebe in jedem Fall verzichtet werden.

Kleiner Hinweis: Bedenke bitte, dass das Wildcampen nur solange von der Regierung toleriert werden wird, wie dies keine Spuren in der Natur hinterlässt. Überall herumfliegendes Toilettenpapier & Häufchen am Strand sind also ein absolutes No-Go!!!

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Bezahlen & Kosten • Türkei mit dem Wohnmobil

Die Türkei ist ein sehr preiswertes Reiseland, auch wenn die Preise aufgrund der krassen Inflation in 2021 und 2022 deutlich gestiegen sind. Da der Euro in den letzten Jahren allerdings verglichen mit dem Lira ebenfalls immer mehr an Wert gewonnen hat, merken wir als Touristen davon vergleichsweise wenig. So richtig krass trifft dies dagegen die Einheimischen.

Als Reisender mit dem Wohnmobil kommt man in der Türkei recht günstig weg. Für Stellplätze fallen nämlich keine bzw. kaum Kosten an, die Spritpreise sind geringer als zuhause und auch die Lebensmittel sind meist günstiger. Nichtsdestotrotz finden wir es wichtig zu betonen, wie wichtiges es auch seitens Campern und Wohnmobilisten ist den Einheimischen etwas zurückzugeben. Deshalb sind wir während unseres Roadtrips durch die Türkei oft in kleine Cafés gegangen oder haben Lebensmittel auf den Lokalen Märkten und an Straßenständen besorgt. Somit konnten wir sicher gehen, dass das Geld auch wirklich bei den richtigen Leuten ankommt.

Reisekosten – Wie viel kosten 3 Monate Türkei mit dem Wohnmobil?

Spritkosten660 €
Lebensmittel700 €
Café & Auswärts Essen250 €
Sonstiges (Wäsche, Parken, Stellplätze, Maut, Fähre, …)80 €
Ausflüge & Eintritt (Pamukkale, Derinkuyu, Ephesus, …)20 €

Bezahlen • Mit dem Wohnmobil in die Türkei

Die Landeswährung der Türkei ist der türkische Lira (TRY). Das Bezahlen mit Karte ist weit verbreitet, sodass sich das Mitführen einer Kredit- oder Debitkarte sehr lohnt. Beachtet werden sollte hierbei, dass deutsche Banken teils immense Gebühren für Zahlungen in Fremdwährungen erheben. Entsprechend ist es wirklich empfehlenswert und ratsam, sich rechtzeitig um eine Reisekreditkarte bzw. Reisedebitkarte zu kümmern. Wir nutzen dafür seit Jahren die Karte der DKB, die wir auch dir nur weiterempfehlen können!

Die beste Kreditkarte für Reisen

Reisekreditkarte

Mit der richtigen Kreditkarte kannst du unterwegs viel Geld sparen. Worauf es bei einer Reisekreditkarte ankommt und welche wir nutzen, haben wir hier erklärt!

Nichtsdestotrotz empfehlen wir dennoch stets ein wenig Bargeld mitzuführen, da gerade in kleinen Lebensmittelgeschäften oder auch unseren geliebten Cigköfte-Läden, nicht immer eine Kartenzahlung möglich ist. Geld abheben ist in der Türkei ziemlich unkompliziert. An vielen Supermärkten, in Hauptstraßen und in Malls findet sich meist eine lange Reihe an Geldautomaten, wobei beinahe jede türkische Bank vertreten ist. Hier lohnt es sich einige Anbieter zu vergleichen, da nicht von jeder Bank Abhebegebühren erhoben werden.

Aufgepasst: Die Abhebegebühren mancher Automaten sind mit etwa 5% des Abhebebetrags besonders hoch. Gerade deshalb hier nochmals ein kleiner Appell von uns an dich und dein Portemonnaie. Verzichte nicht auf einen Vergleich im Voraus! 2022 war Ziraat eine sehr empfehlenswerte Bank zum Abheben. Aber auch die eigene Bank erhebt oft Gebühren für Fremdwährung und Auslandseinsatz. Nutzt du beispielsweise eine Karte der DKB im Aktivkundenstatus, entfallen diese Gebühren.

Internet

Da die Türkei nicht zur EU gehört, können dort nicht die Vorteile des kostenlosen EU-Roamings genutzt werden. Um keine horrenden Gebühren für die Datennutzung zahlen zu müssen, empfiehlt es sich für die Zeit in der Türkei eine lokale SIM-Karte zu nutzen. Wir können dafür TurkCell empfehlen. Die Mitarbeiter in den Stores sind freundlich und hilfsbereit, die Netzabdeckung ist ebenfalls super. Praktischerweise können nach Aktivierung der Karte, über die TurkCell App neue Datenpakete gebucht werden. Der Preis für 70 GB lag zur Zeit unserer Nutzung bei 320 TL, was entsprechend des damaligen Wechselkurses circa 16 € waren.

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Dein Camper, dein Zuhause auf vier Rädern. Damit du dich in deinem Van richtig wohl fühlst ist eine gemütliche Atmosphäre, zumindest für uns,  super wichtig. All unsere Lieblinge findest du hier!

Mit Hund in die Türkei • Regeln, Ein- & Ausreise

Auch mit einem Hund kann man von der EU in die Türkei ein- bzw. ausreisen. Damit hierbei alles reibungslos verläuft gibt es jedoch einiges zu beachten. Dies gilt insbesondere für die Rückreise aus der Türkei in die EU. Hierbei gelten nämlich besondere Regeln: Wie für alle internationalen Reisen braucht der Hund zunächst einen Heimtierausweis, einen Mikrochip und eine aktuell gültige Tollwutimpfung (eingetragen im Heimtierausweis). Dies ist auch für die Einreise in die Türkei ausreichend.

Für die Rückreise aus der Türkei in die EU gelten allerdings weitere Regeln, da es sich bei der Türkei um ein sogenanntes „nicht gelistetes Drittland“ handelt. Nicht gelistete Drittländer sind Länder, in denen in der Vergangenheit bzw. aktuell Tollwut-Fälle verzeichnet wurden. Hier ist für den Grenzübertritt zusätzlich eine Tollwut-Titerbestimmung notwendig. Diese stellt fest, ob der Hund auch wirklich Antikörper gegen das Tollwut-Virus gebildet hat. Damit der Rückreise in die EU nichts mehr im Wege steht, muss der Titer über einem gewissen Mindestwert (dem Dokument zu entnehmen) liegen.

Achtung: Bei der Erstimpfung mit Tollwut muss ein Hund mindestens drei Monate alt sein. Die Impfung ist erst 21 Tage nach dem Impftermin gültig. Die Titer-Bestimmung ist sofort gültig, wenn der Hund aus der EU stammt. Ist er nicht aus der EU muss erst eine dreimonatige Wartezeit verstreichen. Aufgrund dieser EU-Gesetze können Straßenhunde aus nicht EU-Ländern erst ab einem Alter von 7 Monaten nach Europa gebracht und dadurch erst spät vermittelt werden.

Versicherungen für die Reise mit dem Wohnmobil in die Türkei

Auslandskrankenversicherung

Da die Türkei nicht zu Europa und der EU gehört, greift auch eine deutsche gesetzliche Krankenversicherung hier nicht. Entsprechend sollte vor Einreise eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden. Nur so bist du im Fall von Krankheit oder gar eines Unfalls abgesichert und musst die gegebenenfalls anfallenden Behandlungskosten nicht aus eigener Tasche begleichen (eine Behandlung ohne Versicherung kann sich schnell auf mehrere tausend Euro belaufen!). Zur Auswahl stehen verschiedene Kurzzeit- oder Langzeitversicherungen, die du angepasst an deine individuellen Reisepläne abschließen solltest. In unserem Auslandskrankenversicherungsvergleich findest du die derzeit besten Versicherungsanbieter.

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Auslandskrankenversicherung

Ebenfalls abenteuerlustig? Wir verreisen nicht ohne Auslandskrankenversicherung. Und das solltest du auch nicht! Wieso? Und welche Anbieter sind die besten? Wir haben fleißig recherchiert um dir alle Infos hier zusammenzustellen!

KFZ-Haftpflichtversicherung

Auch in der Türkei wird eine Haftpflichtversicherung für das KFZ benötigt. Mal ganz abgesehen von dieser Pflicht sollte nicht vergessen werden, wie überaus wichtig dieser Punkt bei deinen Reisevorbereitungen ist. Denn nur so bist du beispielsweise bei schweren Beschädigungen an anderen KFZ vor dem finanziellen Ruin abgesichert. Glücklicherweise ist bei den meisten deutschen KFZ-Haftpflichtversicherungen auch die Türkei mitversichert. Einzusehen ist dies auf der ehemals grünen Versicherungskarte (heute ist sie weiß). Ist dort die Türkei nicht durchgestrichen, sollte aber unbedingt nochmal ins „Kleingedruckte“ geschaut werden: Bei einigen Versicherungen ist nämlich nur der Teil der Türkei versichert, der sich auf dem europäischen Kontinent befindet. Da dies aber nur etwa 3% der Landesfläche betrifft, sollte in diesem Fall unbedingt noch eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Solche Kurzzeit-KFZ-Haftpflichtversicherungen können meist direkt an den Grenzübergängen zu recht akzeptablen Preisen in Anspruch genommen werden.

Beste Reisezeit • Türkei mit dem Wohnmobil

Grundsätzlich kann auf die Frage nach der besten Reisezeit für einen Roadtrip durch die Türkei, mit Frühling (März bis Mai) und spätem Herbst (September bis etwa Mitte November) geantwortet werden. Zu diesen Zeiten ist das Klima recht mild, es ist weder zu heiß noch zu kalt. Außerdem sind zu dieser Jahreszeit noch kaum Touristen unterwegs. Aus eigener Erfahrung können wir jedoch sagen, dass die Hoffnung auf wunderbar warmes Wetter im März noch nicht allzu groß sein sollte. Vielmehr hatten wir während unserer Türkei-Reise im März mit einer langen Kälteperiode zu kämpfen. Insbesondere nachts hatten wir häufig nur Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Überwintern mit dem Wohnmobil in der Türkei?

Unserer Meinung nach ist die Türkei zum Überwintern eher weniger geeignet. Durch die große Landfläche herrscht im Inneren des Landes ein stark kontinental geprägtes Klima, was sich zwar durch überwiegend trockenes, aber eben mitunter auch sehr kaltes Wetter auszeichnet. Aushalten lässt es sich in einem nicht-winterfesten Wohnmobil am besten an der südlichen Ägäis und der Antalya-Region. Entsprechend tummeln sich hier in den Wintermonaten jedoch wirklich zahlreiche Überwinterer, sodass die Hoffnung auf idyllische Ruhe eher vergebens ist. Aufgrund des Klimas bleibt eine Reise mit dem Wohnmobil durch die Türkei, im Zeitraum von Dezember bis Februar hauptsächlich auf die Küstenregionen beschränkt. Auch wenn somit die Chancen auf bestmögliches Wetter recht gut stehen, bleibt einem die Vielseitigkeit dieses schönen Landes wohl leider größtenteils verborgen (vor allem, weil man als Tourist nur ein dreimonatiges Visum erhält).

Für einen ausgiebigen Roadtrip durch die Türkei lohnt es sich daher eher auf den Herbst oder Frühling auszuweichen. Wem das kalte Klima allerdings nichts ausmacht, dem können wir das Überwintern in der Türkei mit dem Wohnmobil (inklusive der besagten Einschränkungen) jedoch dennoch empfehlen! Reisende werden sich zu dieser Jahreszeit ein sehr authentisches Bild des Landes machen können, fernab der Touristenmassen, wovon sich in den Sommermonaten nur träumen lässt.

Literaturtipps für deine Türkei Reise mit dem Wohnmobil oder Camper

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Mit unserem selbstausgebauten Van reisen wir um die Welt, sammeln Geschichten und Momente für Outdoornomaden, bewundern die großen und ganz kleinen Dinge, denen wir täglich begegnen. Im Van zu leben war immer unser großer Traum. 2020 haben wir unseren Mut zusammen genommen und uns unser Traumhaus auf vier Rädern gebaut. Zuhause ist nun, wo wir es parken. Wir glauben: Das Leben ist zu kurz für irgendwann. Und wer weiß schon was das Morgen bringen wird?

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